13. Was sind die Folgen einer Finanzkrise?

Aus einer Finanzkrise kann eine weltweite Wirtschaftskrise entstehen, also ein starker Rückgang der Konjunktur, Rezession genannt. Dies geschieht dann, wenn die Probleme des Finanzsektors auf die Realwirtschaft, also auf die Unternehmen und die privaten Haushalte, übergreifen. Unternehmen bekommen wegen einer Bankenkrise beispielsweise keine Kredite mehr für ihre Investitionen.

Die privaten Haushalte reduzieren aus Sorge ihren Konsum – es wird weniger gekauft. Das wiederum führt zu weniger Umsatz in den Unternehmen, und somit zu Entlassungen und Sparmaßnahmen. Die Krise hat nach und nach alle erreicht. Eine andere Folge kann zunehmende Inflationsgefahr sein, also die Gefahr der Entwertung des Geldes. Sie ist dann hoch, wenn der Staat zur Unterstützung der Konjunktur sehr viel Geld in die Märkte pumpt, oder wenn die Zentralbank die verfügbare Geldmenge bei den Geschäftsbanken erhöht.

Wenn dieses viele Geld zu einer breiten Preissteigerung führen würde, spräche man von Inflation. Nicht nur Verbraucher und Unternehmen würden unter diesen Preiserhöhungen leiden, selbst Geldanleger würden verlieren, da die Inflation den Realzins verringert. Der Realzins ist der Zinssatz, der sich durch Abzug der Inflationsrate vom Nominalzins ergibt. Das Gegenteil von Inflation heißt Deflation.

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