Anlegerschutz und Fondsmanagement
Analog zum Kapitel „Anlegerschutz und Fondsmanagement - Kontrolle ist besser“ im Schülerbereich
Grundidee des Investmentgeschäfts ist es, Anlegern eine Vermögensanlage zu ermöglichen, die ...
... dem Grundsatz der Risikomischung Rechnung trägt,
... mit bereits kleineren Beiträgen für möglichst viele Bürger realisierbar ist und
... die von Fachleuten (Fondsmanagern) erfolgsorientiert betreut und verwaltet wird.
Investmentgesellschaften sind Kreditinstitute, deren Geschäftsbereich auf der Verwaltung von Sonder vermögen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen beruht. Sie legen ihnen zur Verfügung gestelltes Geld im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger (Anteilinhaber) nach dem Grundsatz der Risikomischung in Sondervermögen (Investmentfonds) an und stellen über die sich hieraus ergebenden Rechte der Anteilinhaber Urkunden (Anteilscheine) aus (§6 Investmentgesetz).
Das durch die Ausgabe von Anteilscheinen erworbene Geld und die damit angeschafften Vermögenswerte bilden ein Sondervermögen. Das Sondervermögen muss vom eigenen Vermögen der Gesellschaft getrennt gehalten werden. Mit der Verwahrung des Sondervermögens sowie mit der Ausgabe und Rücknahme der Anteilscheine muss die Investmentgesellschaft ein anderes Kreditinstitut (Depotbank) beauftragen. Zwischen Investmentgesellschaft und Depotbank dürfen keine personellen Verflechtungen bestehen. Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben handelt die Depotbank ausschließlich im Interesse der Anteilinhaber.
Lernziele und Methoden zum Thema Anlegerschutz
Infos
Lernziele und Methoden
Zum Thema Anlegerschutz
Lernziele: Die Jugendlichen werden für die Notwendigkeit gesetzlicher Schutzregelungen zu Anlageformen sensibilisiert.
Methode: (Internet-) Recherche und Analyse
Aufgaben:
1. Recherchieren Sie im Internet, welche Aufgaben die staatliche Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wahrnimmt, und notieren Sie dazu Stichworte.
2. Halten Sie in einer Pro-und-Kontra-Liste Argumente für und gegen staatliche Einmischung beim Anlegerschutz fest.
3. Prüfen Sie mithilfe des Schülerbereichs (Kapitel: „Anlegerschutz und Fondsmanagement“), mit welchen Veröffentlichungen Investmentgesellschaften ihrer Publizitätspflicht nachkommen müssen, und fordern Sie die entsprechenden Schriften über das Internet oder direkt bei Ihrer Bank/Sparkasse an. Welche Informationen enthalten sie, die für eine Anlageentscheidung wichtig sind?
Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler können Anforderungsprofile und Arbeitsmarktchancen von Berufen im Finanzsektor allgemein und auf ihre eigene Person bezogen einschätzen.
Methode: Recherche – Erörterung und Selbstreflexion
Aufgaben:
1. Lesen Sie das Interview mit der Fondsmanagerin (siehe das Kapitel „Anlegerschutz und Fondsmanagement“ im Schülerbereich), und informieren Sie sich arbeitsteilig im Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BIZ) und bei Banken, Sparkassen oder Verbänden über die Berufe Bankkaufmann/-kauffrau und Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen oder beim BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V. über den Beruf Investmentfondskaufmann/-kauffrau.
Vergleichen Sie die Unterschiede der Berufsbilder, und formulieren Sie Anforderungsprofile, wie sie in den Stellenangeboten von Tageszeitungen veröffentlicht werden.
2. Erkundigen Sie sich, wie sich die Bankberufe in den letzten Jahren entwickelt haben (zum Beispiel über die Berufsbildungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de in der Rubrik „Veröffentlichungen“ unter „Statistik“ > „detaillierte Übersichten“ > „Ausbildungsmarkt“ oder beim Bundesinstitut für Berufsbildung unter www.bibb.de in der Rubrik „Wissenslandkarte“ unter „Ausbildungsstellenmarkt“ > „Berufsbildungsstatistik“), und schätzen Sie auf dieser Grundlage die weiteren Berufsaussichten ein.
3. Wägen Sie ab, ob die Berufe Ihrem persönlichen Profil entsprechen, unabhängig davon, ob sie sich für diesen Beruf interessieren oder nicht.
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Infos:
• Im Bereich „Infothek“ finden interessierte Schülerinnen und Schüler weitere Informationen zu der Berufsausbildung zum Investmentfondskaufmann/zur Investmentfondskauffrau.
• Das Fachbuch „Grundlagen des Investmentgeschäftes“ von Wolfgang Raab (Hg.) erläutert umfassend und leicht verständlich die einzelnen Fondstypen, Investmentprozesse, das Fondsmanagement, Depotgeschäft und das fondsbezogene Rechnungswesen. Erschienen im Bankakademie-Verlag, Frankfurt am Main, 2008 (Euro 29,90)
• Der Praxisratgeber „Mehr Wirtschaft in die Schule“ gibt Tipps, wie im Schulunterricht Jugendlichen ein möglichst eigenverantwortliches Wirtschaften, ein angemessener Umgang mit Geld und eine selbständige Zukunftsplanung und -vorsorge vermittelt werden kann. Mit umfangreichen Infos zur ökonomischen Bildung in der Schule und Materialien für den Unterricht auf CD-ROM. Von Hans Kaminski, Volker Brettschneider u. a., erschienen im Universum Verlag, Wiesbaden (Euro 16,80)
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