Unterrichtseinstieg: Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem

| Bild: | Anhand des Unterrichtseinstiegs setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Euro als Zahlungsmittel auseinander. Dabei untersuchen sie die Sicherheitsmerkmale der Banknoten und die Gestaltung der Euromünzen und -scheine. Hinweise auf nützliche Internetquellen unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Recherche.

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Hintergrund

Vergangenes Jahr feierte der Euro sein zehnjähriges Bestehen. Mittlerweile ist er in 16 von 27 EU-Mitgliedstaaten gesetzliches Zahlungsmittel. Hier setzt der Unterrichtseinstieg an, der durch den Einsatz (multi-)medialer Elemente die Schülerinnen und Schüler zu einer aktiven Beteiligung anleitet. Das Wissen der Lernenden kann im Anschluss anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblattes „Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem“ vertieft werden.


Methodisch-didaktische Hinweise

In einem ersten Schritt bearbeiten die Schülerinnen und Schüler das Online-Quiz auf der Hoch-im-Kurs-Website. Dabei erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass nicht in allen EU-Ländern der Euro gesetzliches Zahlungsmittel ist.

Danach setzen sich die Lernenden mit den Sicherheitsmerkmalen von Euro-Banknoten auseinander (Aufgabe 2). Dazu beschriften sie in Partnerarbeit eine ausgedruckte Banknote gemäß den ihnen bekannten Sicherheitskennzeichen. Zur Ergebnissicherung dient die Internetpräsentation der Europäischen Zentralbank. Anschließend tragen die Schülerinnen und Schüler im Plenum die Merkmale zusammen, anhand derer sie einen „echten“ Euro-Schein erkennen. Die Antworten werden von der betreuenden Lehrkraft auf eine überdimensional großen Banknote eingezeichnet. Falls notwendig, ergänzen die Schülerinnen und Schüler fehlende Sicherheitskennzeichen auf ihren eigenen Banknoten.

Die dritte Aufgabe wendet sich den Euro-Banknoten aus künstlerischer Sicht zu. Die Schülerinnen und Schüler finden mittels einer Umfrage heraus, dass unterschiedliche künstlerische und architektonische Epochen auf den einzelnen Banknoten abgebildet sind. Aufgrund des fächerverbindenden Ansatzes bietet sich eine Zusammenarbeit mit dem Fach Kunst bzw. Deutsch oder Geschichte an.

In der abschließenden, der vierten Aufgabe, liegt der Fokus auf den Euro-Münzen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass trotz des Euro als gemeinsame Währung und gemeinsames Zahlungsmittel landesspezifische Unterschiede in der Gestaltung der Münzen bestehen. Dazu nutzen sie das Onlinespiel der Europäischen Zentralbank. Dieses Spiel kann sowohl in Partnerarbeit als auch mit der gesamten Klasse im Plenum gespielt werden.

Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Die Europäische Zentralbank und das Eurosystem“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich intensiv mit der Bedeutung der Europäischen Zentralbank und deren Aufgaben im Rahmen der Geld- und Währungspolitik. Das Thema Preisstabilität wird dabei besonders herausgearbeitet. Um einzelne Aufgaben ihren Funktionsträgern zuordnen zu können, werden die Beschlussorgane der Europäischen Zentralbank – der EZB-Rat, der Erweiterte Rat und das Direktorium - anhand einer Grafik besprochen und funktional voneinander abgegrenzt. Die Unterrichtseinheit kann mit der Bearbeitung der Arbeitsaufgaben abgeschlossen werden. Eine ausführliche Linkliste steht dabei den Schülern unterstützend zur Verfügung.


Hoch im Kurs-Unterrichtsmaterialien zum Thema

  • Arbeitsblatt: „Aufgaben einer Bank“

  • Arbeitsblatt: „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • Unterrichtseinstieg: „Aufgaben einer Bank“

  • Unterrichtseinstieg: „Das Auf und Ab der Wirtschaft“

  • Thema: „Geschichte des Geldes“

  • Thema: „Geld und Wirtschaft“
  • Unterrichtseinstieg: Konjunktur und Sparen

    | Bild: | Anhand des Unterrichtseinstiegs setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Sparverhalten, insbesondere dessen Veränderungen im Zuge konjunktureller Schwankungen, auseinander. Dabei analysieren sie die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen anhand zweier Schaubilder und reflektieren ihr eigenes Spar- und Konsumverhalten.

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    Hintergrund

    Die Finanzkrise und der damit verbundene Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgen für Unsicherheiten in der Bevölkerung. Zahlreiche Arbeitsplätze sind vakant, es drohen Kurzarbeit oder Entlassungen. Folge ist, dass die Deutschen mehr sparen als in den Jahren zuvor. Sparen bedeutet volkswirtschaftlich jedoch Konsumverzicht. Genau an dieser Stelle setzt der Unterrichtseinstieg an. Dieser bietet die Möglichkeit, mit den Schülerinnen und Schülern den Zusammenhang von Konsum und Sparen und konjunktureller Entwicklung zu erörtern. Er kann zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Thematik hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblattes „Konjunktur und Geldanlage“ oder mithilfe des Hoch-im-Kurs-Themas „Sparen ist gut - konsumieren auch“.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    In einem ersten Schritt analysieren und interpretieren die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des Schaubildes in Aufgabe 1), in welchen Bereichen die Deutschen in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs weniger Geld ausgeben. Dabei vergleichen sie die Werte aus dem Monat Oktober 2008 sowie März 2009. Die Schülerinnen und Schüler erkennen:
    a) dass die Tendenz zum Konsumverzicht im März 2009 zu Oktober 2008 zugenommen hat,
    b) dass in allen Bereichen Konsumverzicht ausgeübt wird. Dies umfasst auch Güter des täglichen Bedarfs,
    c) dass insbesondere an Gütern und Leistungen, die mit Erholung und Unterhaltung verbunden sind, gespart wird.

    Um zu erfahren, woran die Lerngruppe im Jahr 2009 sparte und 2010 am häufigsten sparen möchte, erstellen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Statistik, welche ihren Konsumverzicht der vergangenen und kommenden sechs Monate ausweist (Aufgabe 2). Die einzelnen Aspekte werden gut sichtbar entweder an der Tafel oder auf Papier festgehalten und anschließend Kategorien zugeordnet. Bei diesen kann es sich um eigene, oder um die des Schaubildes aus Aufgabe 1) handeln.
    Darauf aufbauend bietet es sich an, die Gründe für den Konsumverzicht näher zu thematisieren und abschließend verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage zur Absicherung finanzieller Engpässe aufzuzeigen (Aufgabe 3).

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Konjunktur und Geldanlage“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich intensiv mit dem Zusammenhang von Sparen, Konsum und Konjunktur. Dabei setzen sie sich vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturprogramme der Bundesrepublik Deutschland auch mit den beiden zentralen Ansätzen der nachfrageorientierten und angebotsorientierten Konjunkturpolitik auseinander. Im Zusammenhang mit der Thematik ist eine intensivere Beschäftigung mit dem Hoch-im-Kurs-Thema „Sparen ist gut - konsumieren auch“ zu empfehlen. Hier werden unter anderem die einzelnen Phasen der Konjunktur und die Auswirkungen auf das Konsum- und Sparverhalten näher betrachtet.


    Hoch im Kurs-Unterrichtsmaterialien zum Thema

  • Arbeitsblatt: „Wirtschaftskreisläufe“

  • Arbeitsblatt: „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • Arbeitsblatt: „Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie hilft der Staat?“

  • Unterrichtseinstieg: „Das Auf und Ab der Wirtschaft“

  • Unterrichtseinstieg: „Finanzkrise und Konjunkturpakete“

  • Thema: „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“

  • Thema: „Geld und Wirtschaft“

  • Thema: „Wirtschaftskreisläufe“
  • Unterrichtseinstieg: Geld und Verschuldung

    Test-Auflösung


    Bis 10 Punkte: Der Sparfuchs
    Sie haben Talent als Finanzminister, denn Sie achten auf jeden Cent. Sie wissen, dass man Geld nur einmal ausgeben kann. Meistens sind Sie besonnen und treffen Ihre Entscheidungen rational. Für spontane Kaufentscheidungen sind Sie nicht zu begeistern. Lassen Sie ihr Geld aber nicht nutzlos im Sparschein. Legen Sie es beispielweise gewinnbringend an.

    11 - 20 Punkte: Der überlegte Käufer
    Schuldenprobleme werden Sie eher nicht haben. Denn dafür sind Sie viel zu vernünftig und haben ihre Einnahmen und Ausgaben gut im Blick. Sie überlegen gut, bevor Sie eine Entscheidung in finanziellen Dingen treffen. Diese ist dann allerdings in der Regel gut durchdacht. Bei wichtigen finanziellen Angelegenheiten sollten Sie auch weiterhin auf Ihren Verstand setzen und sich Zeit mit Ihren Entscheidungen lassen.

    21 - 30 Punkte: Der spontane Käufer
    Bei Ihnen steht die Lebensqualität an erster Stelle. Sie kaufen, weil es Ihnen Spaß bereitet. Leider schlagen Sie ab und zu auch mal über die Stränge. Dann kaufen sie Dinge, obwohl Ihnen das nötige Kleingeld fehlt. Zum Glück reagieren Sie meistens rechtzeitig, spätestens wenn das Girokonto überzogen ist. Dann werden Sie zum Sparfuchs. Ihr Verhalten geht so lange gut, wie regelmäßig Geld eingeht. Für unerwartete Kosten und Notfälle sind Sie allerdings schlecht gerüstet. Planen Sie langfristig und sorgen Sie vor. Damit Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben besser im Blick haben, notieren Sie diese regelmäßig.

    31 Punkte und mehr: Der gefährdete Käufer
    Sie erfüllen sich Ihre Wünsche immer sofort. Damit geben Sie meist mehr Geld aus, als Ihnen zur Verfügung steht. Wenn Sie so weiter machen, werden Sie bald auf einem Schuldenberg sitzen. Misstrauen Sie denjenigen, die an Ihrer Leichtfertigkeit verdienen wollen. Überschlafen Sie größere Kaufentscheidungen grundsätzlich und beraten sie sich mit Familie und Freunden. Vertrauen Sie Ihrem Verstand und einem Taschenrechner. Wenn Sie bereits Schulden haben, nutzen Sie die Angebote von Beratungsstellen.


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    Unterrichtseinstieg: Geld und Verschuldung

    | Bild: | Dieser Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, mit den Schülerinnen und Schülern die Problematik Finanzen und Verschuldung anhand eines Selbsttests zu behandeln. Er dient als Grundlage für eine nachfolgende, inhaltlich intensivere Beschäftigung mit dem Arbeitsblatt „Soll statt Haben – Verschuldung von jungen Menschen“.

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    Hintergrund

    Konsum ist das Getriebe im wirtschaftlichen Gefüge, setzt aber Besitz von Geld voraus. Gerade Jugendliche erleben das Verlockende des Konsums, die Freude an neu erworbenen Dingen. Ihnen ist aber auch die Situation und die damit verbundene Frustration bekannt, sich einen sehnlichst gewünschten Gegenstand aufgrund des mangelnden finanziellen Budgets nicht leisten zu können.

    Konsum und der damit verbundene Umgang mit Geld ist den Schülerinnen und Schülern also aus eigener Erfahrung vertraut. Über die Art und die Höhe, in der Jugendliche Geld ausgeben, sprechen sie meist sehr offen. Dennoch ist es im Unterricht wichtig, gerade mit dem Aspekt „Schulden“ sensibel umzugehen, insbesondere wenn Schülerinnen und Schüler der Klasse davon betroffen sind.

    Der Unterrichtseinstieg kann zu einer inhaltlich intensiveren Beschäftigung mit dem Thema „Schulden“ hinführen. Dies kann zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Soll statt Haben – Verschuldung von jungen Menschen“ geschehen.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Mittels des Selbsttests „Welcher Geldtyp sind Sie?“ reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihren persönlichen Umgang mit Geld. Dazu lesen sie in Einzelarbeit die verschiedenen Aussagen zum Kauf- und Sparverhalten aufmerksam und schätzen sich selbst ein. Dafür nutzen die Schülerinnen und Schüler die vorhandene Skala von „stimmt gar nicht“ bis „stimmt völlig“.
    In einem ersten Schritt wertet jeder Schüler diesen Test für sich selbst aus. Dazu addiert er die Punkte, die je Aussage wie folgt vergeben werden:

  • „stimmt gar nicht“ 1 Punkt

  • „stimmt ein wenig“ 2 Punkte

  • „unentschieden“ 3 Punkte

  • „stimmt fast“ 4 Punkte

  • „stimmt völlig“ 5 Punkte

  • Danach gibt der Lehrende die Test- Auflösung bekannt. Dabei bietet sich an, die kurzen Auswertungstexte gemeinsam zu lesen. Alternativ können diese vom Lehrenden den Schülern auch vorgelesen werden.

    Um heraus zu finden, welcher „Geldtyp“ in der Klasse am häufigsten vertreten ist, wird im Plenum eine Statistik erstellt und an der Tafel notiert (Aufgabe 2).
    In diesem Zusammenhang bietet es sich als Vertiefung an, über den Themenkomplex Konsum, Geld und Verschuldung zu sprechen. Dabei sind die bisherigen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler der einzelnen Geldtypengruppen einzubeziehen.

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Soll statt Haben – Verschuldung von jungen Menschen“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich intensiv mit den Ursachen und den Gefahren der Verschuldung. Dabei stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt der Betrachtung.


    Hoch im Kurs-Unterrichtsmaterialien zum Thema

  • Arbeitsblatt „Tabuthema Geld“

  • Arbeitsblatt „Kredite – heute kaufen, morgen zahlen?“

  • Arbeitsblatt „Zukunftsvorsorge“

  • Unterrichtseinstieg „Kredite - Heute kaufen, morgen zahlen?“

  • Unterrichtseinstieg „Deutschland in der Schuldenfalle?“

  • Schaubild „Kredite“

  • Thema: „Geldmanagement“

  • Trainingseinheit „Raus aus der Schuldenfalle“
  • Unterrichtseinstieg: Die Börse

    | Bild: | Dieser Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das Thema „ Börse“ anhand von Definitionen und ausgewählten Zitaten zu behandeln. Er kann zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema Börse hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Aufgaben der Wertpapierbörse“ oder mithilfe des Hoch-im-Kurs-Themas „Warum gibt es Aktienmärkte“.


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    Methodisch-didaktische Hinweise

    Für Schülerinnen und Schüler ist der Begriff „Börse“ zwar ein geläufiger, jedoch können sie ihn inhaltlich meist nur schwer erfassen. Aus diesem Grund erscheint es sinnvoll, zu Beginn des Unterrichts zu erforschen, wo den Lernenden das Wort „Börse“ im Alltag begegnet bzw. welche Arten von Börsen (wie etwa Warenbörsen, die Strombörse, aber auch die persönliche Geldbörse) sie kennen. Mit Aufgabe 1) aktivieren die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise ihr Vorwissen.

    Aufgabe 2) zielt darauf ab, den Begriff „Börse“ anhand der Definitionen (Zitate 1 und 2) zu klären und für die Jugendlichen inhaltlich greifbar zu machen. Um die Vorgänge an der Börse zu behandeln, können bereits hier die Begriffe „Angebot“ und „Nachfrage“ thematisiert werden. Sollten die Lernenden an dieser Stelle mehr Input benötigen, ist es seitens der Lehrperson möglich, grundlegende Informationen zur Börse* bereit zu halten.

    Bei Aufgabe 3) sollen die Schülerinnen und Schüler die vier ausgewählten Zitate (Nr. 3 bis 6) erst einmal auf sich wirken lassen. Dann prüfen sie, welche Aussage ihnen am interessantesten erscheint und begründen dies. Die Zitate beschreiben verschiedene Themen, die den Handel, aber auch die Handelnden betreffen: Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, Spekulation an der Börse sowie die Möglichkeit zur Vermögensbildung und das gleichzeitige Risiko von Verlusten. Die Lernenden erhalten den Auftrag, inhaltlich konkreter zu werden und die Zitate auf die Anspielungen hinsichtlich Vorteile und Risiken zu untersuchen. Sie können die weitreichenden Möglichkeiten, aber auch Gefahren des Handels an der Börse diskutieren.

    Um die Motivation für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema aufrecht zu erhalten, macht es Sinn, zum Ende hin auch Begriffe und Themen in Zusammenhang mit der Börse zu notieren, bei denen es noch Informationslücken gibt.

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Aufgaben der Wertpapierbörse“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich intensiv mit den Aufgaben der Wertpapierbörse. Darüber hinaus ist eine Beschäftigung mit dem Hoch-im-Kurs-Thema „Warum gibt es Aktienmärkte? “ in diesem Kontext sinnvoll. Hier wird neben der Börse auch die Bedeutung der Banken für den Finanzmarkt behandelt.


    Hoch im Kurs-Unterrichtsmaterialien zum Thema

  • Arbeitsblatt „Aufgaben der Wertpapierbörse“

  • Arbeitsblatt „Börsenkurse analysieren“

  • Arbeitsblatt „Wirtschaftskreislauf“

  • Thema „Kapitalmarkt und Börse“

  • Thema „Termingeschäfte“

  • Thema „Internationale Finanzmärkte“

  • Unterrichtseinstieg „Aufgaben einer Bank“
  • Unterrichtseinstieg: Zukunftsplanung und Altersvorsorge

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das für junge Menschen wichtige Thema Zukunftsplanung und Altersvorsorge anhand zweier Grafiken zu behandeln und die Basis für eine intensive Beschäftigung mit dem Thema „Rente“ zu schaffen.

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    Hintergrund

    In Deutschland ist die Altersvorsorge durch das Sozialversicherungssystem gesetzlich geregelt. Die Abgaben zur gesetzlichen Rentenversicherung, die alle abhängig Beschäftigen leisten, ermöglichen älteren Menschen den Bezug der Rente im Ruhestand. Solange es mehr erwerbstätige Beitragzahler als Rentner gibt, funktioniert dieses Rentensystem, das auf der Umlagerung der Beiträge basiert. Der aktuelle demographische Wandel jedoch lässt keinen Zweifel mehr daran, dass das bestehende System der Sozialen Sicherheit nicht zukunftstauglich ist. Schon jetzt zahlen knapp sieben Prozent weniger Menschen in die Rentenkassen ein, als es Empfänger gibt. Diese Entwicklung wird sich bis zum Jahr 2050 weiter dramatisieren.

    Der Unterrichtseinstieg führt zu dem Thema Altersvorsorge hin, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Altersvorsorge in anderen Ländern“.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Zunächst konzentrieren sich die Lernenden ausschließlich auf Grafik 1. Sie entnehmen dem Diagramm, wie groß die Zukunftssorgen der befragten Personen in sechs ausgewählten Lebensbereichen sind. Innerhalb einer offenen Melderunde bietet es sich an, die Lernenden die Ergebnisse der Umfrage unbefangen beschreiben zu lassen. Aufgabe 1a) unterstützt das genauere Lesen des Diagramms und leitet über zu Aufgabe 1b), die einen Impuls in Richtung der unter den Befragten verbreiteten Sorgen über die finanzielle Zukunftsplanung setzt. In erster Linie sollten die Ängste der Menschen hinsichtlich ihres Lebensunterhalts im Alter herausgearbeitet werden. In einer Partnerübung können nun mögliche Gründe der Menschen für diese Sorge erörtert und im Plenum besprochen werden.

    Vor der Beschäftigung mit dem Thema Rente bietet es sich an, die behandelte Umfrage in der Lerngruppe durchzuführen und die Zukunftssorgen der Schülerinnen und Schüler zu thematisieren. Die Ergebnisse können in einem Balkendiagramm anschaulich dargestellt werden.

    Mithilfe von Aufgabe 2) stellen die Lernenden nun einen Zusammenhang zwischen den finanziellen Sorgen der Menschen und dem Rentensystem her. Dazu ist es zunächst notwendig, dass die Schülerinnen und Schüler anhand Grafik 2 die gravierenden Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung wahrnehmen. Aufgabe 2b) fordert dazu heraus, das bestehende Rentensystem vor dem Hintergrund dieser Entwicklung zu untersuchen. Um das Problem für die Jugendlichen greifbar zu machen, sollte die Lehrkraft an dieser Stelle weitere Informationen zur Struktur des Rentensystems bereithalten.

    Der vorliegende Unterrichtseinstieg knüpft an das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Altersvorsorge in anderen Ländern“ an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich dabei mit dem deutschen Rentensystem. Sie erfahren, wie die Altersvorsorge in anderen Ländern geregelt ist und bewerten die verschiedenen Systeme im Hinblick auf ihre Zukunftstauglichkeit.


    Hoch im Kurs-Unterrichtsmaterialien zum Thema
  • Arbeitsblatt „Zukunft absichern: Riester-Rente“

  • Arbeitsblatt „Zukunftsvorsorge“

  • Thema „Zukunftsvorsorge“

  • Unterrichtseinstieg: „Wer alt aussieht" - Zukunftsvorsorge
  • Unterrichtseinstieg: „Gold – besonders in Krisenzeiten hoch im Kurs“

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das Thema „Gold als Anlageform“ anhand eines Cartoons zu behandeln.

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    Hintergrund

    Besonders in Zeiten finanzieller Unsicherheit wird Gold als Wertanlage immer attraktiver. Bereits 2008 stieg die weltweite Nachfrage nach Gold als Anlageform um 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Goldpreis ist seit einigen Jahren kontinuierlich in die Höhe gestiegen: Lag der Preis einer Feinunze Gold zu Beginn des Jahrzehnts noch bei 279 Dollar, so mussten im Jahr 2008 dafür schon 872 Dollar bezahlt werden (weitere Infos dazu finden Sie im Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Gold“).


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Der Cartoon als auflockerndes Element soll zum Einstieg in die Thematik „Gold“ dienen und seitens der Schülerinnen und Schüler Interesse für das Thema „Gold als Anlageform“ wecken.

    Vor der Bearbeitung der Aufgaben verschaffen sich die Lernenden zunächst einen ersten Überblick über das, was im Cartoon dargestellt ist. Innerhalb einer offenen Melderunde im Plenum versuchen die Lernenden, das in der Zeichnung dargestellte in einen thematischen Zusammenhang zu bringen. In Aufgabe 1) ist es für das Verständnis des Cartoons zunächst wichtig, den ggf. unbekannten Begriff der „Hausse“ zu recherchieren. Dies kann in Partnerarbeit geschehen. Im nächsten Schritt interpretieren die Schülerinnen und Schüler die Aussage der Frau: Sie ist der Meinung, im Trend zu liegen, da sie Goldfüllungen in den Zähnen hat und der Wert dieses Metalls gerade boomt.

    Anhand der Beschäftigung mit Aufgabe 2) wird das eigentliche Thema des Cartoons erörtert. Zielsetzung ist dabei, dass sich die Jugendlichen in einer Art Brainstorming gemeinsam mit ihrem Partner oder in Gruppen Gedanken über die Gründe für die steigende Beliebtheit des Goldes als Wertanlage machen. Sie stellen Vermutungen darüber an, warum Gold als Anlageform in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für viele Menschen attraktiv ist. Die Ergebnisse dieser Arbeitsphase können an der Tafel gesammelt und im Plenum besprochen werden. Das Hoch-im-Kurs-Thema „Gold – Die glänzende Währung“ gibt diesbezüglich wertvolle Infos und kann in den Unterricht mit eingebunden werden.

    Sollte die Lerngruppe im Verlauf des Unterrichts das Interesse bekunden, konkreter ins Thema einzusteigen, bietet es sich an, arbeitsteilig oder in Gruppen Rechercheaufgaben zu stellen, bei der die Jugendlichen in der Fachpresse und/oder im Internet weitere Infos recherchieren, die sie für eine weiterführende Beschäftigung mit dem Thema benötigen.

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Gold“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich hier mit den Chancen und Risiken der Goldanlage und erfahren Näheres über verschiedene Arten der Goldanlage.

    Hoch-im-Kurs-Arbeitsblätter:
  • „Gold“

  • „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • „Angebot und Nachfrage“


  • Hoch-im-Kurs-Unterrichtseinstiege:
  • „Das Auf und Ab der Wirtschaft"


  • Hoch-im-Kurs-Themen:
  • „Gold – Die glänzende Währung“

  • „Die Geschichte des Geldes“

  • „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“

  • „Geld und Wirtschaft“
  • Unterrichtseinstieg: „Finanzkrise und Konjunkturpakete“

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg bietet eine Einführung in das Thema „Finanzkrise und Konjunkturpakete“ an. Anhand einer Karikatur überlegen die Schülerinnen und Schüler, welche finanziellen Auswirkungen die Finanz- und Wirtschaftskrise für den Staat hat und welche Bedeutung der Begriff „Schuldenbremse“ vor dem Hintergrund der staatlichen Konjunkturpakete hat.

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    Hintergrund

    Der vorliegende Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das aktuelle Thema „Finanz- und Wirtschaftskrise und staatliche Konjunkturprogramme“ anhand einer Karikatur zu thematisieren.

    Die weltweite Krise hat die Wirtschaft in vielen Ländern der Welt in eine Rezession gestürzt. Um die Konjunktur trotz Krise anzukurbeln, Banken und Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren, Arbeitsplätze zu sichern und Familien zu entlasten, hat der Staat finanzielle Mittel in Form von zwei großen Konjunkturpaketen bereit gestellt.

    (Mehr Infos zu den Konjunkturpaketen und zur Finanzmarktstabilisierung finden Sie im Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie hilft der Staat?“)



    Methodisch-didaktische Hinweise

    Durch die Beschäftigung mit der Karikatur lässt sich seitens der Schülerinnen und Schüler Interesse für das Thema „Finanz- und Wirtschaftskrise“ wecken.

    In Aufgabe 1) verschaffen sich die Lernenden zunächst einen ersten Überblick über das, was in der Karikatur dargestellt ist. Innerhalb einer offenen Melderunde im Plenum versuchen sie, das in der Zeichnung dargestellte in einen thematischen Zusammenhang zu bringen und anschließend die Symbolik des Lastwagens sowie des Gesteinsbrockens zu hinterfragen. Sollten Schwierigkeiten bezüglich eines Interpretationsansatzes auftreten, sollte die Lehrkraft im Sinne einer Differenzierung zusätzliche Leitfragen oder nützliche Tipps für die Lernenden bereithalten.

    Anhand der Beschäftigung mit Aufgabe 2a) wird das weitere zentrale Thema „Schulden“ dieser Karikatur erörtert. Zielsetzung ist dabei, dass sich die Jugendlichen Gedanken über die Folgen der Konjunkturprogramme für den Staatshaushalt machen. Sie stellen Vermutungen darüber an, dass Verantwortliche der Regierung in dem LKW-Führerhaus sitzen, welche die Bereitstellung der finanziellen Mittel für die angeschlagene Wirtschaft beschlossen haben. Hier kann ansatzweise kritisch herausgearbeitet werden, dass den Politikern die Auswirkungen der Konjunkturpakete auf den Staatshaushalt und eine damit verbundene Neuverschuldung bewusst ist.

    Der Verdeutlichung dieses Gedankens dient Aufgabe 2b), die den Begriff der „Schuldenbremse“ thematisiert. Hier kann im Plenum die Frage kritisch diskutiert werden, ob die Folgen der Wirtschaftskrise und damit auch der finanzielle Bedarf absehbar sind, oder ob der Staat ggf. weitere finanzielle Unterstützung bereitstellen muss, die wiederum eine fortschreitende Staatsverschuldung nach sich ziehen würde.

    Sollten sich im Verlauf der Interpretation Informationslücken auftun, ist es möglich, arbeitsteilig oder in Gruppen Rechercheaufgaben zu stellen, bei der die Jugendlichen in der Fachpresse und/oder im Internet weitere Infos zum Unterrichtsgegenstand recherchieren, die sie für eine Interpretation der Karikatur benötigen.

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie hilft der Staat?“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich hier mit den Ursachen und Auswirkungen der Finanzmarktkrise und erfahren Näheres über die von der Regierung beschlossenen Konjunkturpakete und Finanzmarktstabilisierungsbemühungen.

    Hoch-im-Kurs-Arbeitsblätter:
  • „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • „Angebot und Nachfrage“


  • Hoch-im-Kurs-Unterrichtseinstiege:
  • „Der Staat als Schuldner“

  • „Das Auf und Ab der Wirtschaft"


  • Hoch-im-Kurs-Themen:
  • „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“

  • „Geld und Wirtschaft“

  • „Wirtschaftskreisläufe“
  • Unterrichtseinstieg: „Nachhaltigkeit und nachhaltig wirtschaften“

    | Bild: | Der aktuelle Unterrichtseinstieg bietet eine Einführung in das Thema „Nachhaltigkeit“ an. Anhand von Zitaten erläutern die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Begriffs und diskutieren mögliche Gründe, warum Nachhaltigkeit für Unternehmen eine wichtige Rolle spielt.

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    Hintergrund

    Der vorliegende Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das komplexe Thema „Nachhaltigkeit“ verstärkt auf der Begriffs- und Bedeutungsebene zu beleuchten. Da der Begriff „Nachhaltigkeit“ den Lernenden in vielen verschiedenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen begegnet, ist eine Begriffsklärung zum Einstieg in die Thematik sinnvoll.

    Dem Schlagwort Nachhaltigkeit liegt ein gegenwartsbezogener und zukunftsorientierter Bewusstseinswandel aller Menschen in den Bereichen Wirtschaft, Konsum + Gesellschaft und Politik zugrunde. „Nachhaltig handeln“ bedeutet demnach, bewusst die Interessen künftiger Generationen in diesen drei Bereichen miteinzubeziehen.

    Nachhaltigkeit ist darüber hinaus ein wichtiges Kriterium in der aktuellen und zukünftigen Entwicklung vieler Unternehmen. Besonders im ökonomischen Bereich müssen neue Formen des Wirtschaftens eingeführt werden, welche die Faktoren Gesellschaft und Umwelt bei der Produktion und bei der Kostenkalkulation berücksichtigen. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, werden zunehmend von Verbrauchern bevorzugt, was letztendlich auch Einfluss auf den Finanzmarkt hat.

    Der Unterrichtseinstieg kann zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema „Nachhaltigkeit und Finanzen“ hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Sozial, ökologisch und ökonomisch investieren: Nachhaltigkeitsfonds“.



    Methodisch-didaktische Hinweise

    Mittels der intensiven Beschäftigung mit den Zitaten, Thesen und Definitionen lässt sich das Interesse der Schülerinnen und Schüler für das Thema Nachhaltigkeit wecken. In Aufgabe 1a) lesen die Lernenden die abgedruckten Zitate 1 bis 4 und verschaffen sich einen ersten Überblick über das Thema Nachhaltigkeit. Ziel dieser Aufgabe ist es, dass sie die Bedeutung des Begriffs in eigenen Worten formulieren können und stichwortartig festhalten.

    Der Verdeutlichung dieser ersten Ideen dient Aufgabe 1b). Durch die Metaphorik des Zitats Nummer 4 wird der Nachhaltigkeitsgedanke auf eine weniger abstrakte und für Jugendliche verständlichere Ebene gebracht. Das Erklären und Umschreiben der Metaphern ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Ergebnisse aus Aufgabe 1a) nochmals zu überdenken und den Bezug des Zitats zum Begriff Nachhaltigkeit herzustellen. Beide Teilaufgaben können gemeinsam mit dem Partner bearbeitet und anschließend exemplarisch im Plenum vorgestellt werden.

    Aufgabe 2 setzt einen ersten Impuls hin zur Bedeutung von Nachhaltigkeit und nachhaltigem Wirtschaften für Unternehmen. Die Beschäftigung mit den Zitaten 5 und 6 veranlasst die Schülerinnen und Schüler dazu, sich dieser Thematik im Bereich der Unternehmenswirtschaft anzunähern und erste Vorstellungen zu notieren.
    Vom Leistungsstand der Lerngruppe abhängig, kann sich aus der Beschäftigung mit den beiden Zitaten eine Diskussion über mögliche Vor- und Nachteile nachhaltiger Unternehmensverantwortung entwickeln.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema
  • Hoch-im Kurs-Arbeitsblatt „Sozial, ökologisch und ökonomisch investieren: Nachhaltigkeitsfonds“

  • Hoch-im-Kurs-Trainingsplan „Nachhaltig konsumieren und sparen“

  • Arbeitsblätter des Projekts „MitVerantwortung“


  • Weiterführende Informationen
  • www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/ne_berichte.html

  • www.sensonet.org/Sensotionen/nachhall-6.html

  • www.news-und-trends.de/nachhaltigkeit.php

  • www.dadalos-d.org/nachhaltigkeit
  • Unterrichtseinstieg: "Geldanlagen in deutschen Haushalten"

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg behandelt die Thematik „Geldanlagen in deutschen Haushalten“ und zeigt, in welcher Form die Deutschen ihr Geld angelegt haben. Im Jahr 2008 hat die Mehrheit der Deutschen Geld auf Sparbüchern, Girokonten und Tagesgeldkonten bevorzugt angelegt.

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    Hintergrund

    Durch die Beschäftigung mit der Grafik lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage kennen und erfahren, welchen Formen der Anlage deutsche Haushalte am häufigsten vertrauen und welche sie weniger nutzen.

    Der Unterrichtseinstieg kann zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema „Sicherheit bei Geldanlagen“ hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Wie sicher ist meine Geldanlage?".



    Methodisch-didaktische Hinweise

    In Aufgabe 1) beschreiben die Jugendlichen in eigenen Worten, welche Geldanlagevarianten aktuell in deutschen Haushalten verbreitet sind und welche Anlagen weniger genutzt werden.
    Demnach genießt das Sparbuch hierzulande nach wie vor das Vertrauen der Bürger. 70 Prozent, also insgesamt fast zwei Drittel aller Deutschen, verfügen über eines. Rund 40 Prozent der Anleger legen ihr Erspartes auf Festgeld- oder Tageskonten an. Weiterhin besitzen rund 30 Prozent der Haushalte Investmentfonds und etwa 20 Prozent investieren in Aktien.

    Im Anschluss an das Gespräch über die vorhandenen Geldanlagen in deutschen Haushalten können mögliche Fragen der Lernenden zum Thema „Geldanlage“ im Plenum gesammelt und an der Tafel festgehalten werden, die eine weiterführende Beschäftigung mit der Thematik sinnvoll machen. Möglich wäre auch, eine Umfrage in der Klasse durchzuführen, wie viel Prozent der Schülerinnen und Schüler jeweils ein Girokonto, Sparbücher oder evtl. auch Anteile an Investmentfonds besitzt, um die klasseninternen Zahlen anschließend mit der gesamtdeutschen Statistik zu vergleichen.

    Alternativ ist es auch möglich, eine Rechercheaufgabe zu stellen, bei der die Jugendlichen in der Tagespresse und/oder im Internet weitere statistische Erhebungen oder Artikel zum Unterrichtsgegenstand sammeln und kurz vorstellen.

    Aufgabe 2) zielt auf eine intensivere Auseinandersetzung mit der Thematik ab. Durch die Beschäftigung mit dem Balkendiagramm erkennen die Jugendlichen, dass die meisten Haushalte in Deutschland ihr Geld in populären und als sicher geltenden Anlageformen wie Girokonten, Sparbüchern, Festgeldkonten und Investmentfonds anlegen. Ebenfalls wird ihnen ersichtlich, dass ein geringerer Anteil der Haushalte in Aktien, Sparbriefe, festverzinsliche Wertpapiere oder Zertifikate investiert.

    Je nach Lerngruppe ist es im Zuge von Aufgabe 2 notwendig, den grundlegenden Unterschied zwischen den Geldanlagen im Plenum zu besprechen bzw. von den Schülern in Gruppen recherchieren zu lassen, um folgende Fragen diskutieren zu können: Wo liegen die Unterschiede in Renditemöglichkeiten, Liquidität und Sicherheit bzw. Risiko? Welche Anlagen sind „bequem“, welche erfordern ein erweitertes Grundwissen?
    Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die beiden am häufigsten vertretenen Anlagen (Sparbuch, Girokonto, Tages-/Festgeldkonto) den Ansprüchen nach Sicherheit, Liquidität, Bequemlichkeit und geringem Aufwand nachkommen.

    Investmentfonds bieten höhere Renditemöglichkeiten, erfordern aber eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Anlageinstrument. Aktien bieten die höchsten Renditechancen, sind aber mit Verlustrisiken verbunden. Banksparen, Sparbriefe und festverzinsliche Wertpapiere bedienen den Wunsch nach Sicherheit, relativ guter Rendite und Bequemlichkeit, binden das Kapital aber an eine vertraglich festgelegte Laufzeit, sodass diese Anlagen eine jederzeitige Liquidität nicht einlösen können.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema
    Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter
  • „Wie sicher ist meine Geldanlage?"

  • „Mit Brief und Siegel: Geldanlagen“

  • „Vermögensaufbau: Geldanlagen bewerten“


  • Hoch-im Kurs-Unterrichtseinstiege
  • „Magisches Dreieck“

  • „Sparen, aber richtig!“


  • Weiterführende Informationen
    Hoch-im-Kurs-Themen
  • „Vermögensaufbau I“

  • „Anlagen im Vergleich“

  • „Geldanlageformen beurteilen"
  • Unterrichtseinstieg: "Der Staat als Schuldner"

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg zum Thema "Der Staat als Schuldner" zeigt, wie sich die Schulden der öffentlichen Haushalte auf Bund, Länder und Gemeinden verteilen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie der Staat seine Schulden über den Verkauf von Wertpapieren und die Aufnahme von Darlehen und Krediten bei Banken, Sparkassen und sonstigen Institutionen finanziert.


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    Hintergrund

    Der vorliegende Unterrichtseinstieg behandelt die Thematik „Staatsverschuldung“ und zeigt die Verteilung der Bundesschulden in Wertpapieren und Darlehen.

    Rund 1,5 Billionen Euro beträgt der Gesamtschuldenstand aller öffentlichen Haushalte in Deutschland. Davon fallen fast 62 Prozent, also insgesamt über 916 Milliarden Euro, auf den Bund. Während der größte Teil der Bundesschulden in Wertpapieren verbrieft sind (knapp 74 %), machen Darlehen des Staates bei Banken, Sparkassen und sonstigen Institutionen nur rund 27% der Schulden aus.

    Durch die Beschäftigung mit den beiden Diagrammen lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sich die gesamte Schuldenlast des Staates auf Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Sie erfahren außerdem, auf welche Weise der Staat seine Schulden finanziert.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    In Aufgabe 1) beschreiben die Jugendlichen in eigenen Worten die im linken Kreisdiagramm dargestellten Informationen zur Verteilung der Gesamtschuldenlast von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbände. Dabei verdeutlicht das Diagramm, dass der Bund den Hauptteil der Staatschulden trägt.

    Im Anschluss an die Beschreibung des linken Diagramms können Fragen der Lernenden zum Thema Staatsschulden im Plenum gesammelt und an der Tafel festgehalten werden, die eine weiterführende Beschäftigung mit der Thematik anstoßen kann. Alternativ ist es möglich, eine Rechercheaufgabe zu stellen, bei der die Jugendlichen in der Tagespresse und/oder im Internet Artikel/Publikationen zum Unterrichtsgegenstand sammeln und kurz vorstellen.

    Aufbauend auf die Aufgabe 1) lässt sich die Frage nach der Finanzierung der Staatsschulden stellen. Hier bietet sich nun eine Beschäftigung mit dem rechten Kreisdiagramm in der Infografik (Aufgabe 2) an. Anhand des Diagramms erkennen die Jugendlichen, dass der größte Prozentsatz der Bundesschulden in Wertpapieren verbrieft ist. Ebenfalls wird ihnen bei genauer Analyse der Angaben im Diagramm ersichtlich, dass ein weitaus geringerer Teil der Schulden durch Darlehen und Kredite bei Banken, Sparkassen und Versicherungen gemacht wird.

    Aus der Beschäftigung mit den beiden Diagrammen und eventuell von den Schülerinnen und Schülern eingebrachtem Material kann sich in der Klasse spontan oder durch die Lehrkraft gesteuert eine Diskussion zum Thema entwickeln. Es könnten auch weitere Fragen (z. B. „Wann muss der Staat das Geld zurückzahlen“ oder „Wodurch genau zeichnen sich diese Wertpapiere aus?“) gesammelt und gemeinsam im Plenum erörtert werden. Hier knüpft das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Der Staat am Kapitalmarkt“ knüpft an. Mit dem Arbeitsblatt lernen die Schülerinnen und Schüler, auf welche Weise genau der Staat mithilfe von Bundeswertpapieren an Kapital kommt. Darüber hinaus erhalten sie Informationen zu verschiedenen Bundeswertpapieren und den Institutionen, die an der Wertpapiervergabe beteiligt sind.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter:
  • „Der Staat am Kapitalmarkt“

  • „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • „Wirtschaftskreisläufe“


  • Weiterführende Informationen

    Hoch-im-Kurs-Themen:
  • „Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht“

  • „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“

  • „Geld und Wirtschaft“

  • „Kapitalmarkt und Börse"

  • „Internationale Finanzmärkte"
  • Unterrichtseinstieg: "Verteilung von Löhnen, Unternehmens- und Vermögenseinkommen"

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg zum Thema "Verteilung von Löhnen, Unternehmens- und Vermögenseinkommen" zeigt, wie sich die Löhne und Gewinne in Deutschland in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Die Schülerinnen und Schüler können diskutieren, inwiefern eine sinkende Lohnquote steigende soziale Ungerechtigkeit bedeutet.

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    >> Methodisch-didaktische Hinweise

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    Hintergrund

    Der vorliegende Unterrichtseinstieg zeigt die Entwicklung der Einkommen in Deutschland seit dem Jahr 1991 – dabei wird das Volkseinkommen den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital zugeordnet. Diese Einkommensverteilung wird häufig als Maßstab für die Verteilung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmereinkünften herangezogen.
    Die Gewerkschaften kritisieren die sinkende Lohnquote und begründen damit ihre Forderungen nach höheren Tarifabschlüssen. Die Wirtschaft argumentiert dagegen, dass die maßvolle Lohnpolitik der letzten Jahre Arbeitsplätze gesichert hat und warnt vor zu hohen Lohnforderungen.

    Durch die intensive Beschäftigung mit dem Schaubild lernen die Schülerinnen und Schüler, die Entwicklung des Volkseinkommens differenziert zu betrachten. Sie erfahren, dass der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am gesamten Volkseinkommen zwar gesunken ist, die Vermögenseinkommen privater Haushalte jedoch deutlich gestiegen sind.

    Der Unterrichtseinstieg kann zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema „Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Vom Angestellten zum Teilhaber“.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    In Aufgabe 1) beschreiben die Jugendlichen in eigenen Worten die im Schaubild dargestellte Entwicklung der Löhne/Gehälter und Unternehmensgewinne/Vermögenseinkünfte in Deutschland. Die erste Grafik verdeutlicht, dass die Löhne weniger stark gestiegen sind als die Gewinne. Die zweite Grafik zeigt, dass der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen gesunken ist, während der Anteil der Unternehmensgewinne und Vermögenseinkünfte entsprechend zunahm. Die Lohnquote wird häufig als Indikator für eine sozial gerechte Verteilung des Volkseinkommens angesehen und eine sinkende Lohnquote mit steigender sozialer Ungerechtigkeit gleichgesetzt.

    Im Anschluss an die Beschreibung des Schaubilds kann eine Rechercheaufgabe gestellt werden, bei der die Jugendlichen in der Tagespresse und/oder im Internet Reaktionen von Wirtschaft und Gewerkschaften auf die unterschiedliche Entwicklung von Löhnen und Gehältern recherchieren und die Argumente von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite an der Tafel festhalten. Nach der Bearbeitung der Aufgabe 2), kann diese Sammlung ergänzt und das Schaubild neu bewertet werden.

    In Aufgabe 2) setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Erläuterungen in den beiden Fußnoten zum Schaubild auseinander. Sie erkennen, dass die Arbeitnehmerentgelte und die Lohnquote nicht alle Einnahmen der Beschäftigten widerspiegeln. Aus der zweiten Fußnote erfahren sie, dass rund 40 Prozent aller Vermögenseinkommen aus Kapitalanlagen (wie Zinsen, Dividenden, Lebensversicherungsrenten und Mieten) auf Arbeitnehmerhaushalte entfallen. Die wachsende Bedeutung dieser Querverteilung hat die Konturen zwischen Arbeitnehmereinkommen und Kapitaleinkommen verwischt.

    Aus der Beschäftigung mit den Erläuterungen zum Schaubild kann sich in der Klasse spontan oder durch die Lehrkraft gesteuert eine Diskussion um das Thema „soziale Gerechtigkeit“ entwickeln. Die Jugendlichen diskutieren, ob eine sinkende Lohnquote notwendigerweise auch steigende soziale Ungerechtigkeit oder gar Armut bedeutet, wenn die Arbeitnehmer neben Löhnen und Gehältern zunehmend auch Einkommen aus anderen Quellen beziehen. Als Fazit kann festgehalten werden: Eine sinkende Lohnquote allein beweist noch nicht, dass die Ungleichverteilung des Volkseinkommens zunimmt, sie legt diesen Schluss aber nahe.

    Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Vom Angestellten zum Teilhaber“ knüpft mit dem Zitat von Horst Köhler zur Mitarbeiterkapitalbeteiligung an den Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie Arbeitnehmer ihre Einkünfte unabhängig von den Tariflöhnen steigern können und dabei vom Staat gefördert werden. Im Anschluss an die Bearbeitung des Arbeitsblattes können die Jugendlichen das Schaubild „Löhne und Gewinne“ noch einmal zur Hand nehmen und überlegen, wie sich die Verteilung durch mehr Mitarbeiterkapitalbeteiligung verändern würde. Sie erkennen, dass dadurch – trotz steigender Gewinnquote – mehr soziale Gerechtigkeit erreicht werden kann.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter:
  • „Vom Angestellten zum Teilhaber“

  • „Fonds ist nicht gleich Fonds“

  • „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • „Wirtschaftskreisläufe“


  • Weiterführende Informationen

    Hoch-im-Kurs-Themen:
  • „Vermögensaufbau I“
  • „Vermögensaufbau II"
  • „Vermögensaufbau III"
  • „Wirtschaftskreisläufe“

  • „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“
  • Unterrichtseinstieg: Berufswahl

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg stellt eine allgemeine Einführung in das Thema Berufsorientierung/Berufswahl dar und kann zu einer vertiefenden Beschäftigung mit einzelnen Branchen und „neuen Berufen“ hinführen.

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    Hintergrund

    Die Berufswahlvorbereitung ist an fast allen Schulen fester Bestandteil des Lehrplans. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, bei der Berufswahl bewusste Entscheidungen zu treffen. Sie sollen ermutigt werden, eine Ausbildung anzustreben, die ihren Begabungen und Interessen entspricht, und nicht zu früh Abstriche zu machen, weil der Beruf angeblich „nicht zu Jungs/Mädchen passt“, am Markt gerade nicht gefragt ist oder ähnliches.

    Die Jugendlichen müssen außerdem wissen, welche neuen Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt in nahezu allen Berufszweigen auf sie zukommen (zum Beispiel Computer-/Internetkenntnisse, hohe Lernbereitschaft und Flexibilität). Sie sollen „über den Tellerrand blicken“ und neue, aussichtsreiche Berufe kennenlernen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, weil die herkömmlichen Ausbildungsberufe den Anforderungen der betreffenden Branche nicht mehr gerecht wurden.

    Der Unterrichtseinstieg kann zu einer vertiefenden Beschäftigung mit einzelnen Branchen und „neuen Berufen“ hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Berufe in der Finanzbranche“. Mit dem Hoch-im-Kurs-Trainingsprogramm „Finanzplanung rund ums Studium“ wird die Finanzkompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Darauf aufbauend kann das Thema Finanz- und Zukunftsplanung anhand das Hoch-im-Kurs-Kapitels „Zukunftsvorsorge“ weiter vertieft werden.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    In Aufgabe 1 dürfen die Jugendlichen ihren Gedanken freien Lauf lassen. Sie sollen für sich den Begriff „Traumberuf“ definieren und benennen, welche Faktoren ihn ausmachen und welche Erwartungen sie daran knüpfen. Dabei gehen die Schülerinnen und Schüler in der Regel nicht von realitätsfernen Wunschvorstellungen, sondern von ihrer Selbstwahrnehmung aus, indem sie ihre Stärken und Schwächen einschätzen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg in das Berufsleben: sich über die eigenen Stärken und Vorzüge klar zu werden. In einer Bewerbungssituation müssen die Jugendlichen sowohl schriftlich als auch im Gespräch mit dem Personalverantwortlichen in der Lage sein, ihre persönlichen Stärken deutlich hervorzuheben.

    Bei Aufgabe 2 werden die Jugendlichen mit der Realität konfrontiert. Oft zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Auflistungen der Wunschberufe und den am häufigsten gewählten Ausbildungsberufen und Studienfächern. Die Schülerinnen und Schüler stellen Vermutungen an, worauf die Differenzen zwischen den begehrten und den tatsächlich ausgeübten Berufen zurückzuführen sind. Daraus kann eine Diskussion zum Thema „Wunsch und Realität bei der Berufswahl“ entstehen.


    Weiterführende Informationen

  • Bewerbungstraining: „Arbeitsblätter zur Berufsorientierung“ der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V.


  • Hoch-im-Kurs-Training: „Finanzplanung im Studium“


  • Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt: „Berufe in der Finanzbranche“


  • Hoch-im-Kurs-Thema: „Zukunftsvorsorge“
  • Unterrichtseinstieg: Finanzberatung

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg zeigt eine Grafik mit Umfrageergebnissen dazu, wie viele Anleger sich beraten lassen, bevor sie eine Geldanlage abschließen: Es sind weniger als die Hälfte. Diese Aussage regt die Schülerinnen und Schüler an, über die Folgen einer fehlenden oder mangelhaften Beratung nachzudenken.

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    Hintergrund

    Junge Erwachsene sollten sich frühzeitig mit der eigenen Finanzplanung beschäftigen, sei es, weil sie bald bei den Eltern ausziehen, auf ein bestimmtes Ziel hin sparen oder vorhandenes Geld anlegen möchten. Dazu müssen sie wissen, was zu beachten ist und welche Vorkehrungen zu treffen sind. Doch wer mit dem Thema Geldanlage bisher nur wenig zu tun hatte, sollte nicht auf sein Gefühl oder den Rat eines Freundes vertrauen, sondern sich einen professionellen Berater suchen. Eine gute Beratung hilft dabei, die eigenen Wünsche und Ziele zu erkennen und die Vor- und Nachteile eines Anlageprodukts abzuwägen.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Die Schülerinnen und Schüler sollen die Notwendigkeit einer Finanzberatung durch Experten erkennen. Durch das Schaubild werden sie dazu angeregt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

    Bei der Beantwortung der ersten Frage des Arbeitsmaterials erkennen die Schülerinnen und Schüler anhand des Umfrageergebnisses, dass über die Hälfte aller Befragten keine Beratung in Anspruch genommen hat, bevor sie sich für ein Anlageprodukt entschieden haben. Gründe hierfür könnten sein, dass die Anleger der Meinung sind, selbst genügend Fachwissen zu haben, sich auf die Erfahrung von anderen verlassen zu können, die Aussage des Bankangestellten am Schalter ist ausreichend oder keine Zeit dafür aufbringen zu müssen. Bei der Suche nach Argumenten können die Lernenden ihr eigenes Verhalten reflektieren: Haben sie selbst eine Beratung bei ihrer Hausbank in Anspruch genommen, bevor sie beispielsweise ihr Girokonto eröffnet haben? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, was hat sie der Bankberater gefragt?

    Die zweite Frage regt die Schülerinnen und Schüler dazu an, sich über die Bedeutung einer Finanzberatung Gedanken zu machen. Sie überlegen, welche Folgen es für den Anleger haben kann, wenn er sein Geld in Anlagen investiert, über die er nicht ausreichend informiert ist. Wer sich zum Beispiel aufgrund eines Werbeprospekts, Infobriefs oder Flyers am Bankschalter für eine bestimmte Anlage entscheidet, wird vermutlich über die Vorzüge der Anlage Bescheid wissen, nicht aber über seine Nachteile. Über Verlustrisiken, zusätzlichen Kosten oder alternative Produkte, die besser zum Anlegertyp passen, kann am besten ein Bankberater Auskunft geben.

    Die im Klassengespräch gesammelten Argumente werden an die Tafel geschrieben und können im weiteren Unterrichtsverlauf ergänzt werden. Die Erkenntnisse können mit dem Arbeitsblatt „Finanzberatung und Anlegerschutz“ vertieft werden, indem die Anforderungen an eine gute Beratung erläutert werden.


    Weiterführende Informationen

    Hoch-im-Kurs-Arbeitsblätter unter www.hoch-im-kurs.de/arbeitsblatt :
    - „Finanzberatung und Anlegerschutz“
    - „Tabuthema Geld“
    - „Vermögensaufbau: Geldanlagen bewerten“

    Hoch-im-Kurs-Themen unter www.hoch-im-kurs.de (Bereich: Themen):
    - „Vermögensaufbau I“
    - „Anlagen im Vergleich“
    - „Geldanlageformen im Vergleich“

    Unterrichtseinstieg: "Das Auf und Ab der Wirtschaft"

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg zum Thema "Das Auf und Ab der Wirtschaft" zeigt eine Infografik zur Entwicklung des Wirtschaftswachstums und der Anzahl an Erwerbstätigen in Deutschland seit den fünfziger Jahren.

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    Hintergrund

    Für Ökonomen ist die Frage, wie es unserer Wirtschaft geht, nicht leicht zu beantworten. Denn zum einen unterliegen die wirtschaftlichen Abläufe ständigen zyklischen Wirtschaftsschwankungen. Zum anderen nehmen viele Faktoren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum, wie zum Beispiel der private Konsum, staatliche und private Investitionen, Im- und Exporte oder der Ölpreis. Auch die politische Situation und die Erwartungshaltung der Verbraucher, die sich beispielsweise in ihrer Sparneigung ausdrücken kann, wirken sich auf die Wirtschaft aus.

    Die Konjunkturschwankungen haben Auswirkungen: In den Abschwüngen steigt die Arbeitslosigkeit, besonders in Rezessionen (also Phasen, in denen das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpft) und in den Aufschwüngen kann es zu einer Beschleunigung der Inflation kommen.
    Vergleicht man die Konjunkturschwankungen mit der Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland, zeigen sich deutliche Gemeinsamkeiten: In Phasen des Konjunkturabschwungs geht die Beschäftigung zurück und umgekehrt nimmt die Beschäftigung in Phasen des konjunkturellen Aufschwungs zu.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Bei der Beantwortung der ersten Frage des Arbeitsmaterials werden die Schülerinnen und Schüler sehr schnell darauf kommen, dass die sinkende Anzahl an Erwerbstätigen eine Folge des schwächelnden Wirtschaftswachstums ist.

    Im Unterrichtsgespräch diskutieren die Lernenden dann die zweite Frage, bei der Sie als Lehrkraft die Moderation übernehmen sollten. Zielgeleitet sammeln die Schülerinnen und Schüler Stichworte, die ihnen zum Thema „Wirtschaftswachstum“ und „Arbeitsmarkt“ einfallen. Sie benennen Faktoren, die sowohl das eine wie auch das andere beeinflussen.

    Das Verständnisziel sollte darin bestehen, dass die Schülerinnen und Schüler die Konjunktur als eine Abfolge von Selbstverstärkungsprozessen begreifen. So führt zum Beispiel mehr Nachfrage zu mehr Produktion und Beschäftigung und in Folge zu mehr Wachstum. Nachfrage hängt mit dem Konsum privater und öffentlicher Haushalte zusammen. Die Ausgaben der Haushalte sind die Einnahmen der Unternehmen; wenn die Unternehmen mehr verkaufen, produzieren sie auch mehr, wenn sie mehr produzieren, benötigen sie mehr Arbeitskräfte. Dies ist der sich selbst verstärkende Mechanismus der Konjunktur, der natürlich in beide Richtungen wirkt.

    Die im Klassengespräch gesammelten Stichworte können an die Tafel oder auf Karteikarten geschrieben und im weiteren Unterrichtsverlauf ergänzt werden. Die Erkenntnisse können mit dem Arbeitsblatt „Einflüsse auf die Konjunktur“ vertieft werden.

    (Quelle: Gerhard Willke, www.bpb.de)


    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter:
  • „Einflüsse auf die Konjunktur“

  • „Wirtschaftskreisläufe“

  • „Angebot und Nachfrage“



  • Weiterführende Informationen

    Hoch-im-Kurs-Themen:
  • „Ursache und Wirkung von Wirtschaftswachstum“
  • „Geld und Wirtschaft“
  • „Wirtschaftskreisläufe“
  • Unterrichtseinstieg: Abgeltungsteuer

    | Bild: | Der Unterrichtseinstieg zum Thema "Abgeltungsteuer" präsentiert eine Karikatur. Die visuelle Umsetzung ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg in ein fachlich anspruchsvolles Thema.

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    Hintergrund

    Zum ersten Januar 2009 wird die neue Abgeltungssteuer eingeführt. Alle Kapitaleinkünfte (Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen und Kursgewinne) werden künftig - oberhalb eines Sparerfreibetrags von 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602 Euro für Verheiratete - mit 25 Prozent pauschal versteuert (abgegolten). Gerade die renditestarke Anlageformen wie Aktien und Aktienfonds sind von dieser neuen Steuer besonders betroffen: Zum Beispiel fällt die einjährige Spekulationsfrist weg, nach der Veräußerungsgewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sind.

    Steuerliche Kriterien allein sind zwar kein guter Anlageberater. Dennoch: Viel zu wenig Deutsche wissen, wie die Abgeltungssteuer die Rendite einer Geldanlageform beeinflusst. In einer aktuellen Studie der Deutschen Bank* meinte die Mehrheit der Anleger gar, von der neuen Steuer nicht betroffen zu sein.

    Ebenso wichtig ist es zu wissen, dass für alle Fonds- und Wertpapierkäufe bis zum 31. Dezember 2008 auch in Zukunft die alte Regel inklusive Steuerfreiheit von Kursgewinnen nach Ablauf eines Jahres (Spekulationsfrist) gilt. Wer also noch in diesem Jahr Wertpapiere erwirbt und sie mindestens ein Jahr hält, kann auch nach dem 1. Januar 2009 die Kursgewinne steuerfrei einnehmen.
    *Quelle: Welt Online, 20. Juni 2008, www.welt.de

    Was zu sehen ist
    „Wenn ich da mal kurz einhaken darf“. Wer seinen Redebeitrag so einleitet, unterbricht seine Gesprächspartner – häufig mit der Überzeugung, es besser zu wissen oder wichtige Zusatzinformationen zu haben. Der Zeichner Kai Felmy überträgt diese Redewendung in ein Bild und karikiert damit die für den 1. Januar 2009 beschlossene Einführung der Abgeltungssteuer.

    Zwei typisiert dargestellte Männer sind zu sehen. Der Mann rechts im Bild trägt einen Sack voller Geld über der Schulter. Der Sack trägt die Aufschrift „Aktienerträge“. Er schaut sich erstaunt um. Ihm folgt nämlich ein zweiter Mann links im Bild. Er trägt in der rechten Hand einen Aktenkoffer mit der Aufschrift „Fiskus“. Dieser Begriff steht für die staatliche Finanzverwaltung. Es handelt sich also um einen Finanzbeamten.

    In der linken Hand trägt dieser Mann außerdem einen Paragrafen, Symbol für das neue Steuergesetz, und hier als messerscharfes Werkzeug genutzt. Mit selbstverständlicher, gleichgültiger Miene ratscht der Finanzbeamte mit dem Paragrafen den Sack auf. Eine Art Sprechblase visualisiert das Geräusch wie im Comic. Scheine und Münzgeld fallen heraus. Übersetzt: Die neuen Steuerregeln schmälern die Erträge bzw. die Rendite von Aktien. Aktien stehen hier stellvertretend für alle Geldanlageformen mit den Ertragskomponenten Kursgewinne und Dividenden.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Werbung arbeitet oft mit Leitbildern. Es wird vermittelt, das ein Produkt Der Einstieg in das Thema wird über eine Karikatur gefunden. Die Arbeitsaufträge sind so angelegt, dass über die Bildunterschrift, die Beschreibung und das Erkennen der Symbole (Paragraf, Geldsack) die Aussage der Karikatur entschlüsselt wird.

    Die Selbstverständlichkeit, mit der das Finanzamt auf die Erträge des arglosen Sparers zugreift, wird mit der Karikatur kritisch beleuchtet. „Neue Steuergesetze“ und „Steuererhöhungen“ werden die Schülerinnen und Schüler sicher als mögliches Thema der Karikatur benennen können. Davon ausgehend kann die Abgeltungssteuer vom Lehrkörper eingeführt und mithilfe des Arbeitsblatts „Abgeltungssteuer" erarbeitet und diskutiert werden.


    Weiterführende Informationen



    Unterrichtsmaterialien zum Thema

  • Arbeitsblatt „Abgeltungssteuer“

  • Arbeitsblatt „Aktienfonds“

  • Arbeitsblatt „Fonds ist nicht gleich Fonds“

  • Arbeitsblatt „Vermögensaufbau: Geldanlagen bewerten“
  • Unterrichtseinstieg: Aufgaben einer Bank

    | Bild: | "Leistung aus Leidenschaft" - So lautet der Werbeslogan einer bekannten Bank. Die mit den Slogans verschiedener Banken evozierten Kundenwünsche regen zur Diskussion von Aufgaben und Selbstverständnis der Kreditinstitute an.

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    Hintergrund

    Die meisten Jugendlichen, die zwischen zehn und 17 Jahre alt sind, haben noch ein Sparschwein. Immerhin ein Drittel von ihnen verfügt aber über ein eigenes Girokonto und nimmt damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teil. Für den reibungslosen Ablauf des Zahlungsverkehrs sorgen die Banken, ohne die das alltägliche Geldmanagement im Haushalt kaum noch denkbar wäre. Das eigene Girokonto ist daher ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur praktischen Finanzkompetenz. Doch ebenso wichtig ist es für die Jugendlichen zu verstehen, dass Banken nicht nur im Alltag, sondern auch in der Volkswirtschaft eine Schlüsselrolle spielen.

    Im Wirtschaftskreislauf nehmen Banken eine wichtige Vermittlerposition zwischen Unternehmen, Bürgern und Staat ein. Einerseits sammeln sie von ihren Kunden Geld und leiten es weiter. Banken geben Kredite aus – an Unternehmen, die Investitionen finanzieren und an private Haushalte, die Konsumgüter anschaffen. Beides kurbelt das Wirtschaftswachstum an, sodass Banken zum Motor einer Volkswirtschaft werden können. Andererseits gleichen Banken auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wirtschaftsteilnehmer, insbesondere der Kapitalanleger und Kreditnehmer aus (Transformations- oder Wandlungsfunktion). Beispielsweise nehmen sie viele kleine Geldanlagen von Privatleuten ein, vergeben aber auf der anderen Seite größere Kreditbeträge an Unternehmen.

    Die Aufgaben der Banken kennenzulernen ist daher ein wichtiges Ziel finanzieller Allgemeinbildung, um das private und berufliche Geldmanagement zu bewältigen und um grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen zu können. Der Unterrichtseinstieg kann hinführen zum Thema des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Aufgaben der Banken“. Die Rolle der Banken als Kapitalsammelstellen im Wirtschaftskreislauf vertieft das Hoch-im-Kurs-Thema „Geld und Wirtschaft“.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Werbung arbeitet oft mit Leitbildern. Es wird vermittelt, das ein Produkt oder eine Dienstleistung bestimmte Wünsche oder Träume potenzieller Kunden erfüllt. Auch die Banken sprechen mit ihren Slogans solche Wunschvorstellungen an, wie beispielsweise der Slogan der Hypovereinsbank die Vorstellung vermitteln soll, man könnte einfach nur leben und zeitaufwändige Finanzplanung den Bankexperten überlassen.

    Indem die Schülerinnen und Schüler in Aufgabe 1 die Leitbilder, die die Slogans vermitteln, und ihre Assoziationen beschreiben, erfahren sie auch etwas über das Selbstverständnis der Bank, modern ausgedrückt: ihre Unternehmensphilosophie. Sie können feststellen, dass Beratung (Dresdner Bank), finanzielle und zeitliche Freiräume für den Kunden zu schaffen (Hypovereinsbank und Volksbank Raiffeisenbank), Innovation (die Direktbank ING-DiBA), aber auch Solidität und Sicherheit (Sparkasse) zu den Leitbildern gehören, unter die Banken ihre Arbeit stellen. Ein Vergleich zwischen den traditionsreichen Slogans, die schon einige Jahrzehnte alt sind (Volksbank Raiffeisenbank, Sparkasse) und den neueren Slogans („Die neue Generation Bank“) ermöglicht es auch die Entwicklung von Banken und ihren Aufgaben zu thematisieren.

    Die Aufgabe 2 zielt auf konkrete Aufgaben einer Bank ab. Die Schülerinnen und Schüler werden rasch erkennen, dass es weitaus schwieriger ist aufgrund der Slogans ganz konkrete Tätigkeiten von Banken zu benennen: Finanzplanung („Ihr Geld kann mehr“), Finanzberatung („Die Beraterbank“), Kommunikation vor Ort („Wir sind persönlich für Sie da.“). Im Klassengespräch werden daher weiter Aufgaben und Tätigkeitsfelder von den Schülerinnen und Schülern ergänzt.


    Weiterführende Informationen

    • Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt: Aufgaben einer Bank

    • Hoch-im-Kurs-Thema: Geld und Wirtschaft

    • Infos zu Bankangeboten für Jungendliche: „Das Geldbuch“, hrsg. vom Bundesverband deutscher Banken, Gütersloh 2003

    • Über volkswirtschaftliche Funktionen von Banken: „Im Kreislauf der Wirtschaft“, hrsg. vom Bundesverband deutscher Banken, Köln 2005

    Unterrichtseinstieg: Magisches Dreieick

    | Bild: | Das Magische Dreieck mit den Eckpunkten Rentabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit hilft, Geldanlagen zu beurteilen.

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    Hintergrund

    Das magische Dreieck gehört zum Grundlagenwissen für Anleger. Die Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit (auch: Liquidität) ermöglichen es, jede Geldanlage zu beschreiben, mit anderen Anlageformen zu vergleichen und zu bewerten. Die Einordnung in das magische Dreieck ist also ein empfehlenswerter Schritt, wenn man Geld anlegen will und die passende Anlageform sucht.

    Allerdings kann keine Anlageform alle Kriterien gleichermaßen erfüllen. Je mehr man sich einem Kriterium nähert, desto größere Abstriche muss man bei den beiden anderen Kriterien machen. Vor allem höhere Rentabilität wie beispielsweise bei Aktien ist immer auch mit höheren Risiken für das angelegte Vermögen verbunden und umgekehrt. Auch Verfügbarkeit und Rentabilität passen nicht immer zusammen: Liquide Anlagen wie das Sparbuch oder Girokonto sind in der Regel weniger rentabel als beispielsweise Anleihen mit festgelegten Laufzeiten.

    Rentabilität: Für Investmentfonds gilt grundsätzlich, dass höhere Renditen erzielt werden können als beispielsweise mit einem Sparbuch. Aber auch zwischen den verschiedenen Fondsarten gibt es große Unterschiede, je nach dem, ob der Fonds in ertragsstarke Aktien mit höherem Risiko, festverzinsliche Wertpapiere („Renten“) mit größerer Sicherheit, Immobilien oder gemischt investiert.

    Sicherheit: Die höheren Ertragschancen von Aktienfonds beispielsweise bergen auch ein größeres Risiko; denn der Aktienkurs kann steigen oder fallen. Er hat eine höhere Schwankungsbreite als zum Beispiel der Kurs von festverzinslichen Wertpapieren, in die Rentenfonds investieren. Mischfonds verbinden dagegen die Renditechancen von Aktien mit der größeren Sicherheit von festverzinslichen Wertpapieren. Hohe Sicherheit und solide Renditen bieten Offene Immobilienfonds. Durch monatliche Mieteinnahmen und eine beständige Wertentwicklung von Grund und Boden haben Immobilien im allgemeinen keinen starken Wertschwankungen. Das Risiko eines Wertverlusts ist daher begrenzt.
    Bei allen Arten von Investmentfonds sind die Fondsmanager per Gesetz verpflichtet, Risiken zu streuen; die Fonds stehen außerdem unter staatlicher Aufsicht. Fällt der Kurs eines einzelnen Wertpapiers im Fonds, so kann das in der Regel durch andere Wertpapiere aufgefangen werden.

    Verfügbarkeit: Die Anteile von Investmentfonds können täglich zum aktuellen Börsenkurs zurückgegeben werden, sie sind also hoch liquide (verfügbar). Allerdings sollten Anleger berücksichtigen, dass die Fondsarten unterschiedlich stark von Kursschwankungen betroffen sind – Aktienfonds mehr, Mischfonds und Rentenfonds weniger stark. Wer sein Geld kurzfristig braucht und beispielsweise in einen Aktienfonds investiert hat, könnte also gerade zum gewünschten Zeitpunkt einen Verlust beim Verkauf erleiden. Hier lohnt es sich langfristig (am besten bis zu 20 oder mehr Jahre) zu sparen und abzuwarten, bis die Kurse wieder steigen. Obwohl Offene Immobilienfonds eine schwankungsarme Geldanlage sind, braucht die Wertsteigerung der Immobilien ihre Zeit. Offene Immobilienfonds eignen sich daher ebenfalls eher für die langfristige Geldanlage.

    Diese Zielkonflikte zwischen den Eckpunkten des Magischen Dreiecks können die Schülerinnen und Schüler mithilfe des Untereinstiegs diskutieren und ihre Erkenntnisse nutzen, um das Chance-Risiko-Profil von ausgewählten Fondsarten zu bestimmen und zu vergleichen.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Das Arbeitsmaterial kann auf Folie gezogen werden, dabei sollte die Tabelle zunächst mit einem Papier abgedeckt werden. Sicherheit oder Rendite? Was ist mir wichtig, wenn ich Geld spare? Wenn die Schülerinnen und Schüler die erste Frage beantworten, werden sie vermutlich von selbst als erstes den Zielkonflikt zwischen Rentabilität und Sicherheit thematisieren.

    Im Unterrichtsgespräch können die Schülerinnen und Schüler Fondsarten und andere Geldanlagen nennen, die sie selbst kennen. Die Tabelle wird aufgedeckt; sie kann durch andere Geldanlageformen ergänzt werden. Mithilfe der zweiten Aufgabe bewerten die Schülerinnen und Schüler nach ihrem bisherigen Vorwissen die verschiedenen Fondsarten nach den Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit. Die Ankreuzkästchen dienen einer ersten vereinfachten Beurteilung der jeweiligen Geldanlage. Sie machen auch visuell deutlich, dass je höher ein Kriterium eingeschätzt wird, desto eher Abstriche bei den anderen Kriterien gemacht werden müssen.

    Die Schülerinnen und Schüler können ihre Einschätzungen mit denen ihrer Nachbarn austauschen und mithilfe des Themas „Fondsarten“ und der Übersicht „Geldanlagen im Vergleich“ bei Hoch im Kurs selbstständig prüfen und zu einem differenzierteren Urteil kommen.


    Weiterführende Informationen
    • Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter : Investmentfonds: Schwerpunkt Aktienfonds, Fonds ist nicht gleich Fonds, Investmentfonds: Schwerpunkt Mischfonds, Mit Brief und Siegel: Geldanlagen


    • Hoch-im-Kurs-Thema: Vermögensaufbau I: Welche Anlageform ist die Richtige? Wie gehe ich mit Risiken um? Welcher Anlagetyp bin ich?

    Unterrichtseinstieg des Monats

    Geldanlagen bewerten: Rentabilität

    | Bild: | Wer Geld anlegt, möchte Gewinne erzielen. Wie können Anleger beurteilen, ob ein Investmenfonds bisher gut gelaufen ist? Mit einem Blick auf die aktuelle Wertentwicklungsstatistik.

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    >> Methodisch-didaktische Hinweise


    Hintergrund

    Bei der Auswahl einer passenden Geldanlage ist Rentabilität neben Sicherheit und Verfügbarkeit des eingesetzten Vermögens ein wichtiges Entscheidungskriterium. Investmentfonds bieten vielfältige Wege für Sparer mit kleinem und großem Vermögen, ihr Geld rentabel, verfügbar und trotzdem sicher anzulegen. Je nach Chance-Risikoprofil der jeweiligen Fondsgruppen können dabei unterschiedliche Renditen erzielt werden. Doch wie werden die Renditen von Fonds ermittelt, wie wird ihre Vergleichbarkeit sicher gestellt und welche Informationen können Anleger den statistischen Daten zur Performance von Fonds entnehmen?

    Im Mittelpunkt des Unterrichtseinstiegs steht die Analyse einer aktuellen Wertentwicklungsstatistik für die verschiedenen Fondsgruppen. Ausgehend vom Fallbeispiel Sven sollen die Schülerinnen und Schüler die Rentabilität der verschiedenen Fondsgruppen mithilfe der Statistik beurteilen.


    Hinweise zum Schaubild


    Gerade weil die aktuelle Börsensituation zu Beginn des Jahres zu Kurskorrekturen geführt hat, wird die Bewertung der Fondsgruppen interessant. Sven wird als chancenorientierter Anlegertyp beschrieben, der eine möglichst hohe Rendite erzielen will. Im letzten Jahr haben aber Aktienfonds, die mittelfristig ertragsstärkste Fondsgruppe, Kursrückgänge erlitten, während z.B. Offene Immobilienfonds mit geringer Schwankungsbreite trotz der Börsen-Turbulenzen eine Rendite von 5,4 Prozent verbuchen konnten. Soll Sven beispielsweise in Aktienfonds oder Offene Immobilienfonds investieren?
    Die Rentabilität von Investmentfonds wird im Rückblick als eine prozentuale Wertentwicklung über verschiedene Anlagezeiträume dargestellt. Das Schaubild bietet für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu erkennen, dass solche Kursschwankungen über einen längeren Anlagezeitraum ausgeglichen werden können.
    Für die Aktienfonds zeigt die Statistik: Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurde eine Rendite von19,8 Prozent pro Jahr erzielt, in den letzten 20 Jahren erwirtschafteten Aktienfonds immerhin 8,8 Prozent Rendite pro Jahr. Offene Immobilienfonds, um hier beim Vergleichsbeispiel zu bleiben, erzielten dagegen in fünf Jahren 3,9 Prozent Rendite p.a., im Zeitraum von 20 Jahren 5,3 Prozent. Aktienfonds haben zwar die höchste Schwankungsbreite (22,7 Prozent in zehn Jahren), aber langfristig angelegt erzielen sie eben auch die höchste Rendite.

    Methodisch-didaktische Hinweise

    In der ersten Aufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler Sven eine zu seinem Anlegertyp und seinen Anlagezielen passende Fondsgruppe empfehlen. Diese Aufgabe bietet genug Diskussionsstoff, um in Partner- oder Gruppenarbeit gelöst werden zu können. Die Ergebnisse werden im Klassengespräch vorgestellt. Die Aufgaben 2 und 3 bieten die Möglichkeit zum Transfer der Erkenntnisse aus diesem Fallbeispiel. Aufgabe 2 lenkt das Augenmerk auf den Anlagehorizont als Möglichkeit, Risiken quasi über die Zeit zu streuen. Bei der Erarbeitung von Aufgabe 3 sollen einerseits die Unterrichtsergebnisse noch einmal zusammengefasst werden. Andererseits sollen die Schülerinnen und Schüler wahrnehmen, dass die historische Wertentwicklung keine Aussage über die zukünftige Rendite trifft. Sie ist also keine Garantie für die Zukunft.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema:

    Arbeitsblatt Geldanlagen bewerten: Rentabilität
    Hier werden Renditen und Renditenberechnungen verschiedener Geldanlagen (Sparbriefe, festverzinsliche Wertanlagen und Investmentfonds) vorgestellt und standardisierte Methoden zur Vergleichbarkeit am Beispiel der Fonds erläutert.

    Hoch-im-Kurs-Thema Geld und Geldmanagement
    Die Kapitel „Vermögensaufbau II bis III“ liefern ausführliche Hintergrundinformationen zu Renditen, Renditenberechnungsmethoden und zur Vertiefung zu Benchmarks als Vergleichsmaßstab.
    Mit dem Kapitel „Vermögensaufbau I“ kann das Entscheidungskriterium „Rentabilität“ in das „Magische Dreieck der Geldanlage“ und in das Umfeld der persönlichen Anlageziele jedes Anlegers eingeordnet werden.


    Weiterführende Informationen:

    Aktuelle Statistiken zur Wertentwicklung von Investmentfonds innerhalb der verschiedenen Fondsgruppen: www.bvi.de ->Statistikwelt ->Wertentwicklung Wertentwicklung

    Die BVI-Methode zur Wertentwicklung von Investmentfonds: PDF-Dokument zum Download bei www.bvi.de

    Unterrichtseinstieg des Monats

    Geld ist ... Vorurteile beim Thema Geld

    | Bild: | Ob Geld nun den Charakter verdirbt oder gar schön macht. Historische Sprichwörter und aktuelle Zitate zeigen: Wir haben viele Vorurteile, die unseren Umgang mit Geld unnötig erschweren.

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    >> Hintergrund
    >> Methodisch-didaktische Hinweise


    Hintergrund

    „Über Geld spricht man nicht, man hat es“. Fast jeder in Deutschland kennt dieses geflügelte Wort. Und die meisten von uns halten sich daran: Über Geld sprechen, sei es am Arbeitsplatz oder im Privatleben, gilt als Tabubruch. Wer viel hat, möchte nicht als Angeber gelten, und wer wenig hat, will kein Mitleid. Betreibt jemand gar engagierte Finanzplanung, wird er von den anderen misstrauisch als „Sparfuchs“ beäugt. Aber nicht nur in der Gesellschaft, auch in der Familie ist Geld oft kein oder nur ein Rand-Thema. Es ist anzunehmen, dass kaum jemand seinen Kindern erzählt, wie viel Geld er verdient, oder was am Ende des Monats vom Einkommen übrig bleibt geschweige denn, wie die eigene Altersvorsorge aussieht.
    Natürlich wird über die Höhe des Taschengelds diskutiert, aber das kommt schließlich regelmäßig am Ende des Monats. Und viele Jugendliche haben mit 14 oder 16 Jahren noch keine Ahnung, wie viel eine Wohnung kostet oder wie viel man in unterschiedlichen Berufen verdienen kann. Gleichzeitig sollen sie sich für eine Ausbildung entscheiden und möglichst frühzeitig ihre Altersvorsorge planen.

    Es ist daher ein wichtiges Unterrichtsziel, zum Gespräch über das Tabuthema Geld anzuregen und Werteinstellungen zu problematisieren. Geld bedeutete für die Menschen immer viel mehr als bloß ein Zahlungsmittel. Doch gerade in Deutschland haben negative Einstellungen wie „Geld verdirbt den Charakter“ oder ähnliche Sprichworte eine lange Tradition. Die ausgewählten Zitate zeigen „gute“ und „schlechte“ Eigenschaften, die dem Geld im Lauf der Geschichte von den Menschen zugewiesen wurden. Sie sollen die Schülerinnen und Schüler anregen, ihre eigenen Vorurteile zum Thema auszusprechen und sich bewusst zu machen, welche Barrieren diese für ihren persönlichen Umgang mit Geld begründen.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Die Zitate werden in der Klasse laut vorgelesen. Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre „Lieblingszitate“ aus und erläutern sie für die Klasse. Das heißt, sie entschlüsseln die im Zitat mit Ironie, Wortspiel oder anderen Stilmitteln ausgedrückte Einstellung zum Thema Geld. In Partnerarbeit formulieren sie dann eigene Sprichwörter. Üblicherweise drückt ein Sprichwort eine allgemeine Regel, Norm, Einstellung oder Erfahrung in prägnanter, kurzer Form aus. Häufig werden Reime, Bilder, Wortspiele und Ironie genutzt, um die Aussage zu unterstreichen. Hier gibt es viel Spielraum für Witz und Kreativität.

    Die persönlichen Einstellungen in der Klasse können zum Einstieg in eine Unterrichtssequenz zum Thema „Vermögensaufbau“ genutzt werden. Mit dem Arbeitsblatt „Tabuthema Geld“ können die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Vorurteile mit den in Deutschland weit verbreiteten Einstellungen zum Thema Geld vergleichen und die Folgen für die Finanzplanung und den Vermögensaufbau diskutieren. Anschließend setzen sie sich mit ihren Möglichkeiten zu Finanzplanung und Vermögensaufbau auseinander.

    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Arbeitsblatt „Tabuthema Geld“
    Hoch-im-Kurs-Thema „Vermögensaufbau“
    Hoch-im-Kurs-Thema „Geldanlagen im Vergleich"
    Hoch-im-Kurs-Thema „Geschichte des Geldes"

    Weiterführende Informationen:

    Sabine Hildebrandt-Woeckel: Tabuthema Geld – Mama, was verdienst du eigentlich? Artikel vom 19. Januar 2008, in: www.faz.net
    Sprichworte-Quiz zum Thema Geldwissen: http://secure2.moneymuseum.com/quiz/index.jsp

    Unterrichtseinstieg des Monats

    "Wer alt aussieht" - Zukunftsvorsorge

    | Bild: | Die Karikatur zeigt: Wer im Alter gut versorgt sein will, kann nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente bauen.

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    >> Hintergrund
    >> Methodisch-didaktische Hinweise

    Hintergrund

    In Zukunft werden die jüngeren Arbeitnehmer länger arbeiten, aber gleichzeitig weniger Rente vom Staat erhalten. Die Gründe: Die Menschen in Deutschland leben länger und beziehen daher auch länger Rente. Gleichzeitig bekommen sie weniger Kinder. Durch diesen demografischen Wandel sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, die Beiträge in die Rentenkasse zahlen. Auch die hohe Arbeitslosenquote reißt Löcher in die Rentenkasse. Eigenverantwortung ist gefragt: Wer im Alter gut versorgt sein will, kann nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente bauen. Dieses gesellschaftliche Problem stellt die Karikatur pointiert dar.

    Was zu sehen ist
    Vater und Sohn sitzen gemeinsam in der Küche. Der Vater ist Rentner; der Sohn besucht ihn, der Aktentasche nach zu urteilen, kommt er von der Arbeit. Der Vater sitzt im Vordergrund am Küchentisch mit Kaffee und Kreuzworträtsel. Er löst das Rätsel. Der Sohn sitzt nicht mit am Tisch. Er sitzt auf einem Stuhl am Rand, seine Jacke über den Stuhl gehängt, die Kaffeetasse weit entfernt auf dem Küchentisch. Er sitzt dort wie ein Bittsteller; seine Haltung ist gebeugt, er wirkt „alt“. Der Zeichner spielt mit dem Titel „Wer alt aussieht“. Das ist in diesem Fall nämlich nicht der Vater, dem es offenbar gut geht, sondern der Sohn, der in seinem Stuhl kauert und in eine ungewisse „Renten-Zukunft“ blickt. Als der Vater ihn nach dem Risiko mit zehn Buchstaben fragt, antwortet er deshalb: „Meine Rente“.

    Die Karikatur stammt aus dem Jahr 2002, dem Jahr der Rentenreform des Bundesarbeitsministers Walter Riester. Erstmals wurde öffentlich diskutiert, dass die gesetzliche Rente in Zukunft zwar weiterhin eine solide Grundsicherung bietet, aber nicht mehr den vorherigen Lebensstandard garantieren kann. Als Konsequenz daraus führte Walter Riester die staatliche geförderte private Vorsorge ein.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Es wird eine offene Herangehensweise gewählt: die Schülerinnen und Schüler sollen erst einmal im Klassengespräch möglichst genau und ausführlich beschreiben, was dargestellt ist und so ihren Blick für die karikierenden Details schärfen wie die Bildanordnung, die Haltung des Sohnes oder die Lösung des Kreuzworträtsels. Wer den Titel erläutern kann, muss das Wortspiel und die Wirkungsabsicht des Zeichners verstehen. Einen eigenen Titel zu formulieren erfordert, die Aussage der Karikatur in eigenen Worten zusammenzufassen. Diese dritte Aufgabe kann in Partner- oder Einzelarbeit gelöst werden.

    Der politische Hintergrund wird als Lehrer-Info gegeben und kann gut als Einführung in das Thema „Zukunftsvorsorge“ mit dem Schwerpunkt „Riester-Rente“ genutzt werden.


    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Arbeitsblatt „Riester-Rente“
    Arbeitsblatt „Zukunftsvorsorge“
    Hoch-im-Kurs-Thema „Zukunftvorsorge“


    Weiterführende Informationen:

    Die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Riester-Rente beantwortet die aktuelle Broschüre „Die Riester-Rente mit Investmentfonds“ vom Bundesverband Investment und Asset Management e. V.: www.bvi.de

    Das Schülermagazin „Sozialpolitik“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur sozialen Sicherung enthält weitere Infos zum Thema soziale Sicherung: www.sozialpolitik.com

    Unterrichtseinstieg des Monats

    | Bild: | Kredite - Heute kaufen, morgen zahlen?
    Sparen oder Geld leihen? Die Schülerinnen und Schüler diskutieren am Beispiel Autokauf, wie sie selbst entscheiden würden.


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    >> Hintergrund
    >> Methodisch-didaktische Hinweise

    Hintergrund

    Das erste Auto, der Flachbildfernseher, die eigene Wohnung – viele junge Leute überlegen hier nicht lange und nehmen einen Kredit auf. Doch die Entscheidung für einen Kredit sollte immer gut überlegt und informiert getroffen werden. In vielen Fällen ist es besser, erst zu sparen und dann zu kaufen, auch wenn das länger dauert. Sonst wird der Kredit leicht zum Einstieg in die Schuldenfalle.

    Egal aus welchen Gründen ein Kredit aufgenommen wird, Voraussetzung dafür ist ein guter Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben, damit man seine Finanzen im Griff behält. Wichtig ist es auch, immer noch Spielraum für unvorhersehbare Ausgaben einzuplanen. Denn ohne finanzielle Reserve besteht die Gefahr, die Raten nicht rechtzeitig bezahlen zu können. Zum bewussten Umgang mit Geld und zur eigenen Haushaltsplanung gehört daher auch das fundierte Wissen über das Finanzierungsinstrument Kredit und die Möglichkeit zwischen unterschiedlichen Kreditarten den jeweils passenden Kredit auszuwählen.

    Der Unterrichtseinstieg eignet sich gut für eine Unterrichtseinheit mit dem Arbeitsblatt „Kredite – heute kaufen, morgen zahlen?“. Im Rahmen einer Unterrichtssequenz kann an das Thema „Raus aus der Schuldenfalle“ angeknüpft werden oder an das Thema „Geld und Geldmanagement“.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Der Unterrichtseinstieg problematisiert anhand einer alltagsnahen Situation die Möglichkeiten und Gefahren von Krediten aus Schülersicht. Ausgehend von den zwei unterschiedlichen Meinungen sollen die Schülerinnen und Schüler selbst ihren eigenen Standpunkt zum Thema „Kredite – heute kaufen, morgen zahlen“ formulieren und mit Argumenten stichhaltig begründen.

    Es bietet sich an, diese Voreinstellungen der Klasse an der Tafel festzuhalten und auf Folie zu sichern. Zum Abschluss der Unterrichtssequenz können die Schülerinnen und Schüler mit dieser Folie konfrontiert werden und in einem Auswertungsgespräch überprüfen, ob und wie sich ihre Einstellung zum Thema gewandelt hat.


    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Arbeitsblatt „Kredite – heute kaufen, morgen zahlen?"
    Hoch im Kurs-Thema „Geld und Geldmanagement“
    Hoch im Kurs-Trainingsplan „Raus aus der Schuldenfalle“

    Weiterführende Materialien

    Geld-Spezial bei www.schulbank.de
    Rollenspiel „Kreditpoly“ der Zukunftswerkstatt „Schuldenprävention“ bei www.unterrichtshilfe-finanzkompetenz.de/lehrer/schuldenpraevention

    Unterrichtseinstieg des Monats

    | Bild: | Deutschland in der Schuldenfalle?
    Mit einer Karte erkennen die Schülerinnen und Schüler, wo die meisten Deutschen Schulden machen und erarbeiten, wie man seine Finanzen im Griff behält.

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    >> Hintergrund
    >> Methodisch-didaktische Hinweise

    Hintergrund

    Jedes Jahr veröffentlicht die Wiesbadener Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) ihren aktuellen Schulden-Kompass. Grundlage für die Analyse der Verschuldung sind Kriterien wie unbezahlte Rechnungen, Kreditausfälle oder Privatinsolvenzen. Diese Kriterien werden nach unterschiedlicher Gewichtung im sogenannten Privatverschuldungsindex zusammengefasst; eine Kreditaufnahme, die nicht zurückgezahlt werden kann, ist eine Überschuldung.

    Laut Schulden-Kompass 2007 waren im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Haushalte überschuldet, also insgesamt 7,3 Prozent aller Privathaushalte. Mitberücksichtigt wurden Haushalte, die Konsumenten- und/oder Hypothekenkredite aufgenommen haben. „Wissenschaftler haben festgestellt, dass Haushalte mit Alleinerziehenden, Ein-Personen-Haushalte, junge Leute und Geringverdienende ein besonders hohes Überschuldungsrisiko tragen“, sagte Schufa-Chef Rainer Neumann. Zwischen den Bundesländern gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Die Menschen mit den niedrigsten Schulden leben in Baden-Württemberg.
    Als Gründe für finanzielle Probleme nennt Schufa-Vorstandschef Rainer Neumann Arbeitslosigkeit, Scheidungen, aber vor allem auch mangelnde finanzielle Allgemeinbildung, Unerfahrenheit und Informationslücken in Geldangelegenheiten.

    Das Thema „Verschuldung“ eignet sich sehr gut für einen Unterrichtseinstieg zum Thema Geldmanagement. Hoch im Kurs bietet vielfältige Materialien zum richtigen Umgang mit Geld an, die verschiedene thematische Schwerpunkte setzen. So kann am konkreten Problem „Raus aus der Schuldenfalle“ ebenso gearbeitet werden wie an den Grundlagen des eigenen Geldmanagements einschließlich Haushaltsführung und Vermögensbildung.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Das Schaubild „Deutschland in der Schuldenfalle?“ eignet sich als Folie, die am Anfang der Stunde aufgelegt wird. Die Karte weckt Aufmerksamkeit: Sie zeigt anschaulich, dass in weit über der Hälfte aller Regionen und Landkreise Menschen leben, die von mittleren bis hohen Schulden betroffen sind. Dabei können die Schülerinnen und Schüler auch erkennen, wie weit die Region, in der sie leben, betroffen ist. Für die Lehrenden eröffnet die Karte damit die Möglichkeit, auf eine neutrale Art und Weise an die konkrete Situation der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen, ohne private Probleme einzelner Schülerinnen und Schüler oder Familien in den Vordergrund zu rücken.

    Die zweite Aufgabe zielt darauf ab, mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam Hypothesen über mögliche Ursachen der Verschuldung zu bilden, die beispielsweise mithilfe des Trainingsplans „Raus aus der Schuldenfalle“ und aktuellen Zeitungsartikeln überprüft werden können. Die Diskussion der Ursachen wirft auch die Frage nach Möglichkeiten zur Vorbeugung von Schulden auf und damit den Einstieg in das Thema Geldmanagement.
    (Quellen: „Finanzmisere: Wo die Deutschen am meisten Schulden machen“, www.spiegel.de, 27. November 2007; „Schufa meldet Trendwende: Weniger Haushalte überschuldet“, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 274, 28. November 2007)


    Unterrichtsmaterialien zum Thema

    Hoch im Kurs-Trainingsplan „Raus aus der Schuldenfalle“
    Hoch im Kurs-Thema „Geldmanagement – alles im Griff“
    Hoch im Kurs-Thema „Vermögensbildung I bis III“
    Hoch im Kurs-Arbeitsblätter „Geldmanagement“ und „Geld hat viele Gesichter“


    Weiterführende Informationen

    Der aktuelle Schulden-Kompass sowie Grafiken und Informationen zum Privatverschuldungsindex können kostenlos heruntergeladen werden unter
    www.schulden-kompass.de/downloads/index.php

    Unterrichtseinstieg des Monats

    | Bild: | Die wichtigsten Fondsarten
    Was kennzeichnet die verschiedenen Fondsarten? Im Unterrichtseinstieg sollen zu vorgegebenen Definitionen die passende Begriffe zugeordnet und konkrete Beispiele für Fondsarten gefunden werden.

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    (>> Lösungen)

    >> Hintergrund
    >> Lernziele
    >> Methodisch-didaktische Hinweise

    Hintergrund

    Das Besondere an der Geldanlage „Investmentfonds“ ist ihre Flexibilität. Die Grundidee des Fondssparens, die Mischung beziehungsweise Streuung verschiedener Wertpapiere, macht es möglich, für jeden Anlegertyp, sei er nun eher sicherheitsbewusst oder chancenorientiert, den passenden Investmentfonds zu finden. Wer die eigenen Anlageziele in Bezug auf Rentabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit kennt, kann für sich auch den passenden Fonds finden. Die Kenntnis der verschiedenen Fondsgruppen oder Fondsarten erleichtert die Auswahl, da sie auf unterschiedliche Anlageziele und Anlegertypen zugeschnitten sind.
    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die wichtigsten Investmentfondsarten bekommen. So können sie das Angebot von Investmentfonds besser strukturieren und eingrenzen, welche Fondsart zu ihrem Anlegertyp passt. Der Unterrichtseinstieg eignet sich für Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren möglichen Spar- oder Anlagezielen bereits auseinandergesetzt haben und erste Grundkenntnisse über Investmentfonds als mögliche Geldanlage vertiefen wollen.


    Materialien und Texte zum Thema

    www.hoch-im-kurs.de -> Lernen -> Geldanlagen und Investmentfonds -> Investmentfonds I
    www.hoch-im-kurs.de/lehrer
    >> Arbeitsblatt „Investmentfonds – Schwerpunkt Mischfonds“
    >> Arbeitsblatt „Fondsauswahl“


    Lernziele

    Die Schülerinnen und Schüler sollen
    • die wichtigsten Investmentfondsarten kennen lernen
    • und diese Information in Bezug zu ihren eigenen möglichen Anlagezielen setzen können.


    Methodisch-didaktische Hinweise

    Als vorbereitende Hausaufgabe sollten die Schülerinnen und Schüler im Wirtschaftsteil einer Zeitung oder einer Website recherchieren und sich einen bestimmten Investmentfonds, der sie besonders interessiert, aussuchen und seine Entwicklung über eine Woche verfolgen.
    Der Unterrichtseinstieg kann als Folie aufgelegt werden und gemeinsam im Klassengespräch gelöst werden. Lernstarke Schülerinnen und Schüler können vorab aufgefordert werden, selbst eine Definition der Fondsarten zu finden und sie später mit den vorgegebenen Definitionen zu vergleichen. Wenn die Schülerinnen und Schüler die Begriffe und Definitionen zugeordnet haben, sollten sie mithilfe der Hausaufgaben konkrete Beispiele für Fondsarten finden und begründen, warum der von ihnen ausgewählte Fonds dazu gehört.
    Eine weiterführende Recherche unter www.hoch-im-kurs.de im Bereich Anwenden -> Background >> Fondsarten kann als Grundlage für eine Diskussion der verschiedenen Fondsgruppen und ihrer Anlageziele dienen.

    Unterrichtseinstieg Oktober: Investmentfonds

    | Bild: | Investmentfonds - Hätten Sie's gewusst?
    Wer kennt sich mit Investmentfonds aus? Beginnen Sie Ihre Unterrichtsreihe zum Thema "Investmentfonds" mit unserem Wissenstest.

    Download Wissenstest

    >> Hintergrund
    >> Lernziele
    >> Methodisch-didaktische Hinweise

    Hintergrund

    Bei Investmentfonds haben die Deutschen große Wissenslücken. Aktuelle Umfragen haben gezeigt, dass zwar immerhin 75 Prozent der Befragten wussten, dass es sich bei Aktienfonds um Investmentfonds handelt, die Kundengelder überwiegend in Aktien anlegen. Aber fast die Hälfte der befragten Bürgerinnen und Bürger meinte beispielsweise, dass mmobilienfonds baufällige Gebäude kaufen, renovieren und zu einem höheren Preis wieder verkaufen. Auch die Rendite von Aktienfonds wurde im Gegensatz zum Sparbuch von den meisten bei weitem unterschätzt. Dabei bieten Investmentfonds vielfältige Wege für Sparer mit kleinem und großem Vermögen, ihr Geld rentabel, flexibel und trotzdem sicher anzulegen. Eine systematische Finanzplanung und Vermögensbildung setzt daher grundlegendes Wissen über diese Form der Geldanlage voraus.

    Der kleine Wissenstest zum Investmentfonds basiert auf Aussagen, mit denen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der oben genannten Umfrage konfrontiert wurden. Auch hier wird es einige Spezialisten geben und andere, die wenig oder gar nichts zum Thema Fondssparen wissen. Die Auswertung der Test-Ergebnisse bietet den Einstieg in eine Unterrichtseinheit zum Thema „Was sind Investmentfonds?“

    Materialien und Texte zu diesem Thema finden sich bei www.hoch-im-kurs.de im Bereich Lernen -> „Investmentfonds I“ und „Fondsmanagement und Anlegerschutz“ und bei www.hoch-im-kurs.de/lehrer im Bereich Material -> Arbeitsblatt des Monats: „Fonds ist nicht gleich Fonds“

    Lernziele
    • Die Schülerinnen und Schüler sollen sich spielerisch mit ihrem Vorwissen zum Thema Investmentfonds auseinandersetzen.
    • Ausgehend von den Test-Ergebnissen sollen sie Leitfragen für eine Unterrichtseinheit zum Thema „Was sind Investmentfonds?“ entwickeln.

    Methodisch-didaktische Hinweise

    Der Test kann auf eine Folie gezogen werden und für eine gemeinsame Umfrage in der Klasse genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler stimmen zu jeder Frage per Hand ab, ob die Aussage wahr oder falsch ist. Die „Umfrage-Ergebnisse“ werden an der Tafel notiert. Im Auswertungsgespräch werden zunächst einzelne Schülerinnen und Schüler gebeten ihre Entscheidung für eine bestimmte Aussage zu begründen. Schließlich präsentiert die Lehrkraft die richtigen Aussagen. Aus dem Vergleich mit den eigenen Einschätzungen können die Leitfragen für die Unterrichtseinheit entwickelt werden. Natürlich ist es auch möglich, die „Schüler-Umfrage“ mit den tatsächlichen Umfrage-Ergebnissen zu konfrontieren und aus dieser Diskussion die Fragen entwickeln zu lassen.

    Ausführliche Informationen zur Umfrage bietet der Artikel „Deutsche wissen über Fonds nur oberflächlich Bescheid“ vom 10. Mai 2007, in: www.faz.net

    Unterrichtseinstieg des Monats

    | Bild:
    Bild vergrössern |
    Sparen, aber richtig!
    Das Schaubild Renditevergleich zeigt: Abhängig von der Anlageform, in die man sein Geld investiert, können sehr unterschiedliche Renditen erzielt werden.
    (Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V., Stand: 31. Mai 2007)

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    >> Hintergrund
    >> Lernziele
    >> Was zeigt das Schaubild?


    Hintergrund
    Was ihre Geldanlage betrifft, wollen die meisten deutschen Anleger kein Risiko eingehen. Immer noch ist das Sparbuch, obwohl es nur wenig oder gar keine Zinsen bringt, die beliebteste Geldanlage. Obwohl Wertpapiere langfristig höhere Erträge bieten, das Anlagerisiko beispielsweise im Fonds gestreut werden kann, die Anlageform transparent ist und gut geeignet für die Altersvorsorge, investieren die meisten Deutschen im Vergleich zu den traditionellen Sparformen hier seltener. Ein bedeutender Grund für diese konservative Anlagepraxis ist sicher auch mangelnde Kenntnis moderner Geldanlageprodukte und ihrer Bewertungskriterien. Umso wichtiger ist es im Kontext einer finanziellen Grundbildung Schülerinnen und Schüler über Formen von Wertpapieranlagen zu informieren und Wege aufzuzeigen, wie jeder selbst die für seine Lebens- und Vermögenssituation passende Anlagestrategie auswählen kann.

    Mithilfe des Schaubilds kann die Frage aufgeworfen werden, warum das Sparbuch bei den Deutschen so beliebt ist, obwohl es so wenig Ertrag bringt wie der Vergleich mit dem Aktienfonds zeigt. Die Problematisierung dieses Widerspruchs wird als Einstieg in eine Sequenz über „Anlageformen im Vergleich“ genutzt.


    Lernziele
    Die Schülerinnen und Schüler sollen
    • sich mit der konservativen Anlagepraxis der Deutschen auseinandersetzen und Gründe dafür benennen

    • anhand der Beispiele Rentabilität als ein wichtiges Kriterium der Bewertung von Geldanlagen kennen lernen

    • erkennen, dass es sich lohnt, Vermögensaufbau langfristig zu planen und Anlageformen bewusst auszuwählen

    Was zeigt das Schaubild?
    Das Schaubild vergleicht exemplarisch die Vermögensentwicklung von Sparbuch und Aktienfonds (hier mit Anlageschwerpunkt Europa). Dazu wird in einem Säulendiagramm gegenübergestellt, wie stark Vermögen in einem bestimmten Anlagehorizont wächst, wenn es in einem Sparbuch beziehungsweise in einem Aktienfonds anlegt wird. Die Werte sind Durchschnittswerte für die jeweilige Anlageform und beziehen sich auf die Zinsentwicklung der letzten 20 Jahre.

    Das Ergebnis: Das Sparbuch brachte eine durchschnittliche Rendite von zwei Prozent im Jahr. Aus den angelegten 10.000 Euro wurden in 20 Jahren 14.860 Euro. Im Vergleich dazu brachte der Aktienfonds eine durchschnittliche Rendite von 7,6 Prozent im Jahr. Die angelegten 10.000 Euro vervierfachten sich auf 43.275 Euro.

    Das Fazit: Mit einer Anlage in Investmentfonds können langfristig erheblich höhere Erträge erzielt werden als mit dem Sparbuch. Mit diesem Renditevorsprung konnte sich das angelegte Vermögen im gleichen Zeitraum um das Vierfache vermehren.

    Den meisten deutschen Anleger, die bei ihrer Geldanlage mehr auf Sicherheit als auf Ertrag setzen, wird nicht bewusst sein, wie groß der Gewinn ist, den sie im Laufe der Jahre verschenken. Das Schaubild soll diese verpassten Renditechancen stärker in das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler rücken.

    Die Diskussion um die Rentabilität bestimmter Geldanlagen kann als Ausgangspunkt genommen werden, um die übrigen wichtigen Kriterien zur Bewertung verschiedener Geldanlageformen vorzustellen und zu erarbeiten.