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07.Mär.2008

Unterrichtseinstieg des Monats


Unterrichtseinstieg des Monats

"Wer alt aussieht" - Zukunftsvorsorge

Die Karikatur zeigt: Wer im Alter gut versorgt sein will, kann nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente bauen.

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Hintergrund

In Zukunft werden die jüngeren Arbeitnehmer länger arbeiten, aber gleichzeitig weniger Rente vom Staat erhalten. Die Gründe: Die Menschen in Deutschland leben länger und beziehen daher auch länger Rente. Gleichzeitig bekommen sie weniger Kinder. Durch diesen demografischen Wandel sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, die Beiträge in die Rentenkasse zahlen. Auch die hohe Arbeitslosenquote reißt Löcher in die Rentenkasse. Eigenverantwortung ist gefragt: Wer im Alter gut versorgt sein will, kann nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente bauen. Dieses gesellschaftliche Problem stellt die Karikatur pointiert dar.

Was zu sehen ist
Vater und Sohn sitzen gemeinsam in der Küche. Der Vater ist Rentner; der Sohn besucht ihn, der Aktentasche nach zu urteilen, kommt er von der Arbeit. Der Vater sitzt im Vordergrund am Küchentisch mit Kaffee und Kreuzworträtsel. Er löst das Rätsel. Der Sohn sitzt nicht mit am Tisch. Er sitzt auf einem Stuhl am Rand, seine Jacke über den Stuhl gehängt, die Kaffeetasse weit entfernt auf dem Küchentisch. Er sitzt dort wie ein Bittsteller; seine Haltung ist gebeugt, er wirkt „alt“. Der Zeichner spielt mit dem Titel „Wer alt aussieht“. Das ist in diesem Fall nämlich nicht der Vater, dem es offenbar gut geht, sondern der Sohn, der in seinem Stuhl kauert und in eine ungewisse „Renten-Zukunft“ blickt. Als der Vater ihn nach dem Risiko mit zehn Buchstaben fragt, antwortet er deshalb: „Meine Rente“.

Die Karikatur stammt aus dem Jahr 2002, dem Jahr der Rentenreform des Bundesarbeitsministers Walter Riester. Erstmals wurde öffentlich diskutiert, dass die gesetzliche Rente in Zukunft zwar weiterhin eine solide Grundsicherung bietet, aber nicht mehr den vorherigen Lebensstandard garantieren kann. Als Konsequenz daraus führte Walter Riester die staatliche geförderte private Vorsorge ein.


Methodisch-didaktische Hinweise

Es wird eine offene Herangehensweise gewählt: die Schülerinnen und Schüler sollen erst einmal im Klassengespräch möglichst genau und ausführlich beschreiben, was dargestellt ist und so ihren Blick für die karikierenden Details schärfen wie die Bildanordnung, die Haltung des Sohnes oder die Lösung des Kreuzworträtsels. Wer den Titel erläutern kann, muss das Wortspiel und die Wirkungsabsicht des Zeichners verstehen. Einen eigenen Titel zu formulieren erfordert, die Aussage der Karikatur in eigenen Worten zusammenzufassen. Diese dritte Aufgabe kann in Partner- oder Einzelarbeit gelöst werden.

Der politische Hintergrund wird als Lehrer-Info gegeben und kann gut als Einführung in das Thema „Zukunftsvorsorge“ mit dem Schwerpunkt „Riester-Rente“ genutzt werden.


Unterrichtsmaterialien zum Thema

Arbeitsblatt „Riester-Rente“
Arbeitsblatt „Zukunftsvorsorge“
Hoch-im-Kurs-Thema „Zukunftvorsorge“


Weiterführende Informationen:

Die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Riester-Rente beantwortet die aktuelle Broschüre „Die Riester-Rente mit Investmentfonds“ vom Bundesverband Investment und Asset Management e. V.: www.bvi.de

Das Schülermagazin „Sozialpolitik“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur sozialen Sicherung enthält weitere Infos zum Thema soziale Sicherung: www.sozialpolitik.com
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