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07.Dez.2007

Unterrichtseinstieg des Monats


Unterrichtseinstieg des Monats

Deutschland in der Schuldenfalle?
Mit einer Karte erkennen die Schülerinnen und Schüler, wo die meisten Deutschen Schulden machen und erarbeiten, wie man seine Finanzen im Griff behält.

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Hintergrund

Jedes Jahr veröffentlicht die Wiesbadener Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) ihren aktuellen Schulden-Kompass. Grundlage für die Analyse der Verschuldung sind Kriterien wie unbezahlte Rechnungen, Kreditausfälle oder Privatinsolvenzen. Diese Kriterien werden nach unterschiedlicher Gewichtung im sogenannten Privatverschuldungsindex zusammengefasst; eine Kreditaufnahme, die nicht zurückgezahlt werden kann, ist eine Überschuldung.

Laut Schulden-Kompass 2007 waren im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Haushalte überschuldet, also insgesamt 7,3 Prozent aller Privathaushalte. Mitberücksichtigt wurden Haushalte, die Konsumenten- und/oder Hypothekenkredite aufgenommen haben. „Wissenschaftler haben festgestellt, dass Haushalte mit Alleinerziehenden, Ein-Personen-Haushalte, junge Leute und Geringverdienende ein besonders hohes Überschuldungsrisiko tragen“, sagte Schufa-Chef Rainer Neumann. Zwischen den Bundesländern gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Die Menschen mit den niedrigsten Schulden leben in Baden-Württemberg.
Als Gründe für finanzielle Probleme nennt Schufa-Vorstandschef Rainer Neumann Arbeitslosigkeit, Scheidungen, aber vor allem auch mangelnde finanzielle Allgemeinbildung, Unerfahrenheit und Informationslücken in Geldangelegenheiten.

Das Thema „Verschuldung“ eignet sich sehr gut für einen Unterrichtseinstieg zum Thema Geldmanagement. Hoch im Kurs bietet vielfältige Materialien zum richtigen Umgang mit Geld an, die verschiedene thematische Schwerpunkte setzen. So kann am konkreten Problem „Raus aus der Schuldenfalle“ ebenso gearbeitet werden wie an den Grundlagen des eigenen Geldmanagements einschließlich Haushaltsführung und Vermögensbildung.


Methodisch-didaktische Hinweise

Das Schaubild „Deutschland in der Schuldenfalle?“ eignet sich als Folie, die am Anfang der Stunde aufgelegt wird. Die Karte weckt Aufmerksamkeit: Sie zeigt anschaulich, dass in weit über der Hälfte aller Regionen und Landkreise Menschen leben, die von mittleren bis hohen Schulden betroffen sind. Dabei können die Schülerinnen und Schüler auch erkennen, wie weit die Region, in der sie leben, betroffen ist. Für die Lehrenden eröffnet die Karte damit die Möglichkeit, auf eine neutrale Art und Weise an die konkrete Situation der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen, ohne private Probleme einzelner Schülerinnen und Schüler oder Familien in den Vordergrund zu rücken.

Die zweite Aufgabe zielt darauf ab, mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam Hypothesen über mögliche Ursachen der Verschuldung zu bilden, die beispielsweise mithilfe des Trainingsplans „Raus aus der Schuldenfalle“ und aktuellen Zeitungsartikeln überprüft werden können. Die Diskussion der Ursachen wirft auch die Frage nach Möglichkeiten zur Vorbeugung von Schulden auf und damit den Einstieg in das Thema Geldmanagement.
(Quellen: „Finanzmisere: Wo die Deutschen am meisten Schulden machen“, www.spiegel.de, 27. November 2007; „Schufa meldet Trendwende: Weniger Haushalte überschuldet“, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 274, 28. November 2007)


Unterrichtsmaterialien zum Thema

Hoch im Kurs-Trainingsplan „Raus aus der Schuldenfalle“
Hoch im Kurs-Thema „Geldmanagement – alles im Griff“
Hoch im Kurs-Thema „Vermögensbildung I bis III“
Hoch im Kurs-Arbeitsblätter „Geldmanagement“ und „Geld hat viele Gesichter“


Weiterführende Informationen

Der aktuelle Schulden-Kompass sowie Grafiken und Informationen zum Privatverschuldungsindex können kostenlos heruntergeladen werden unter
www.schulden-kompass.de/downloads/index.php
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