Unterrichtseinstieg: Konjunktur und Sparen
Anhand des Unterrichtseinstiegs setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Sparverhalten, insbesondere dessen Veränderungen im Zuge konjunktureller Schwankungen, auseinander. Dabei analysieren sie die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen anhand zweier Schaubilder und reflektieren ihr eigenes Spar- und Konsumverhalten.>> Hintergrund
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Hintergrund
Die Finanzkrise und der damit verbundene Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgen für Unsicherheiten in der Bevölkerung. Zahlreiche Arbeitsplätze sind vakant, es drohen Kurzarbeit oder Entlassungen. Folge ist, dass die Deutschen mehr sparen als in den Jahren zuvor. Sparen bedeutet volkswirtschaftlich jedoch Konsumverzicht. Genau an dieser Stelle setzt der Unterrichtseinstieg an. Dieser bietet die Möglichkeit, mit den Schülerinnen und Schülern den Zusammenhang von Konsum und Sparen und konjunktureller Entwicklung zu erörtern. Er kann zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Thematik hinführen, zum Beispiel anhand des Hoch-im-Kurs-Arbeitsblattes „Konjunktur und Geldanlage“ oder mithilfe des Hoch-im-Kurs-Themas „Sparen ist gut - konsumieren auch“.
Methodisch-didaktische Hinweise
In einem ersten Schritt analysieren und interpretieren die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des Schaubildes in Aufgabe 1), in welchen Bereichen die Deutschen in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs weniger Geld ausgeben. Dabei vergleichen sie die Werte aus dem Monat Oktober 2008 sowie März 2009. Die Schülerinnen und Schüler erkennen:
a) dass die Tendenz zum Konsumverzicht im März 2009 zu Oktober 2008 zugenommen hat,
b) dass in allen Bereichen Konsumverzicht ausgeübt wird. Dies umfasst auch Güter des täglichen Bedarfs,
c) dass insbesondere an Gütern und Leistungen, die mit Erholung und Unterhaltung verbunden sind, gespart wird.
Um zu erfahren, woran die Lerngruppe im Jahr 2009 sparte und 2010 am häufigsten sparen möchte, erstellen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Statistik, welche ihren Konsumverzicht der vergangenen und kommenden sechs Monate ausweist (Aufgabe 2). Die einzelnen Aspekte werden gut sichtbar entweder an der Tafel oder auf Papier festgehalten und anschließend Kategorien zugeordnet. Bei diesen kann es sich um eigene, oder um die des Schaubildes aus Aufgabe 1) handeln.
Darauf aufbauend bietet es sich an, die Gründe für den Konsumverzicht näher zu thematisieren und abschließend verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage zur Absicherung finanzieller Engpässe aufzuzeigen (Aufgabe 3).
Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Konjunktur und Geldanlage“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich intensiv mit dem Zusammenhang von Sparen, Konsum und Konjunktur. Dabei setzen sie sich vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturprogramme der Bundesrepublik Deutschland auch mit den beiden zentralen Ansätzen der nachfrageorientierten und angebotsorientierten Konjunkturpolitik auseinander. Im Zusammenhang mit der Thematik ist eine intensivere Beschäftigung mit dem Hoch-im-Kurs-Thema „Sparen ist gut - konsumieren auch“ zu empfehlen. Hier werden unter anderem die einzelnen Phasen der Konjunktur und die Auswirkungen auf das Konsum- und Sparverhalten näher betrachtet.
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