Unterrichtseinstieg: „Finanzkrise und Konjunkturpakete“
Der Unterrichtseinstieg bietet eine Einführung in das Thema „Finanzkrise und Konjunkturpakete“ an. Anhand einer Karikatur überlegen die Schülerinnen und Schüler, welche finanziellen Auswirkungen die Finanz- und Wirtschaftskrise für den Staat hat und welche Bedeutung der Begriff „Schuldenbremse“ vor dem Hintergrund der staatlichen Konjunkturpakete hat. >> Hintergrund
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Hintergrund
Der vorliegende Unterrichtseinstieg bietet die Möglichkeit, das aktuelle Thema „Finanz- und Wirtschaftskrise und staatliche Konjunkturprogramme“ anhand einer Karikatur zu thematisieren.
Die weltweite Krise hat die Wirtschaft in vielen Ländern der Welt in eine Rezession gestürzt. Um die Konjunktur trotz Krise anzukurbeln, Banken und Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren, Arbeitsplätze zu sichern und Familien zu entlasten, hat der Staat finanzielle Mittel in Form von zwei großen Konjunkturpaketen bereit gestellt.
(Mehr Infos zu den Konjunkturpaketen und zur Finanzmarktstabilisierung finden Sie im Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatt „Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie hilft der Staat?“)
Methodisch-didaktische Hinweise
Durch die Beschäftigung mit der Karikatur lässt sich seitens der Schülerinnen und Schüler Interesse für das Thema „Finanz- und Wirtschaftskrise“ wecken.
In Aufgabe 1) verschaffen sich die Lernenden zunächst einen ersten Überblick über das, was in der Karikatur dargestellt ist. Innerhalb einer offenen Melderunde im Plenum versuchen sie, das in der Zeichnung dargestellte in einen thematischen Zusammenhang zu bringen und anschließend die Symbolik des Lastwagens sowie des Gesteinsbrockens zu hinterfragen. Sollten Schwierigkeiten bezüglich eines Interpretationsansatzes auftreten, sollte die Lehrkraft im Sinne einer Differenzierung zusätzliche Leitfragen oder nützliche Tipps für die Lernenden bereithalten.
Anhand der Beschäftigung mit Aufgabe 2a) wird das weitere zentrale Thema „Schulden“ dieser Karikatur erörtert. Zielsetzung ist dabei, dass sich die Jugendlichen Gedanken über die Folgen der Konjunkturprogramme für den Staatshaushalt machen. Sie stellen Vermutungen darüber an, dass Verantwortliche der Regierung in dem LKW-Führerhaus sitzen, welche die Bereitstellung der finanziellen Mittel für die angeschlagene Wirtschaft beschlossen haben. Hier kann ansatzweise kritisch herausgearbeitet werden, dass den Politikern die Auswirkungen der Konjunkturpakete auf den Staatshaushalt und eine damit verbundene Neuverschuldung bewusst ist.
Der Verdeutlichung dieses Gedankens dient Aufgabe 2b), die den Begriff der „Schuldenbremse“ thematisiert. Hier kann im Plenum die Frage kritisch diskutiert werden, ob die Folgen der Wirtschaftskrise und damit auch der finanzielle Bedarf absehbar sind, oder ob der Staat ggf. weitere finanzielle Unterstützung bereitstellen muss, die wiederum eine fortschreitende Staatsverschuldung nach sich ziehen würde.
Sollten sich im Verlauf der Interpretation Informationslücken auftun, ist es möglich, arbeitsteilig oder in Gruppen Rechercheaufgaben zu stellen, bei der die Jugendlichen in der Fachpresse und/oder im Internet weitere Infos zum Unterrichtsgegenstand recherchieren, die sie für eine Interpretation der Karikatur benötigen.
Das Hoch-im-Kurs-Arbeitsblatts „Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie hilft der Staat?“ knüpft an den vorliegenden Unterrichtseinstieg an. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich hier mit den Ursachen und Auswirkungen der Finanzmarktkrise und erfahren Näheres über die von der Regierung beschlossenen Konjunkturpakete und Finanzmarktstabilisierungsbemühungen.
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