Unterrichtseinstieg: Magisches Dreieick

| Bild: | Das Magische Dreieck mit den Eckpunkten Rentabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit hilft, Geldanlagen zu beurteilen.

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>> Methodisch-didaktische Hinweise

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Hintergrund

Das magische Dreieck gehört zum Grundlagenwissen für Anleger. Die Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit (auch: Liquidität) ermöglichen es, jede Geldanlage zu beschreiben, mit anderen Anlageformen zu vergleichen und zu bewerten. Die Einordnung in das magische Dreieck ist also ein empfehlenswerter Schritt, wenn man Geld anlegen will und die passende Anlageform sucht.

Allerdings kann keine Anlageform alle Kriterien gleichermaßen erfüllen. Je mehr man sich einem Kriterium nähert, desto größere Abstriche muss man bei den beiden anderen Kriterien machen. Vor allem höhere Rentabilität wie beispielsweise bei Aktien ist immer auch mit höheren Risiken für das angelegte Vermögen verbunden und umgekehrt. Auch Verfügbarkeit und Rentabilität passen nicht immer zusammen: Liquide Anlagen wie das Sparbuch oder Girokonto sind in der Regel weniger rentabel als beispielsweise Anleihen mit festgelegten Laufzeiten.

Rentabilität: Für Investmentfonds gilt grundsätzlich, dass höhere Renditen erzielt werden können als beispielsweise mit einem Sparbuch. Aber auch zwischen den verschiedenen Fondsarten gibt es große Unterschiede, je nach dem, ob der Fonds in ertragsstarke Aktien mit höherem Risiko, festverzinsliche Wertpapiere („Renten“) mit größerer Sicherheit, Immobilien oder gemischt investiert.

Sicherheit: Die höheren Ertragschancen von Aktienfonds beispielsweise bergen auch ein größeres Risiko; denn der Aktienkurs kann steigen oder fallen. Er hat eine höhere Schwankungsbreite als zum Beispiel der Kurs von festverzinslichen Wertpapieren, in die Rentenfonds investieren. Mischfonds verbinden dagegen die Renditechancen von Aktien mit der größeren Sicherheit von festverzinslichen Wertpapieren. Hohe Sicherheit und solide Renditen bieten Offene Immobilienfonds. Durch monatliche Mieteinnahmen und eine beständige Wertentwicklung von Grund und Boden haben Immobilien im allgemeinen keinen starken Wertschwankungen. Das Risiko eines Wertverlusts ist daher begrenzt.
Bei allen Arten von Investmentfonds sind die Fondsmanager per Gesetz verpflichtet, Risiken zu streuen; die Fonds stehen außerdem unter staatlicher Aufsicht. Fällt der Kurs eines einzelnen Wertpapiers im Fonds, so kann das in der Regel durch andere Wertpapiere aufgefangen werden.

Verfügbarkeit: Die Anteile von Investmentfonds können täglich zum aktuellen Börsenkurs zurückgegeben werden, sie sind also hoch liquide (verfügbar). Allerdings sollten Anleger berücksichtigen, dass die Fondsarten unterschiedlich stark von Kursschwankungen betroffen sind – Aktienfonds mehr, Mischfonds und Rentenfonds weniger stark. Wer sein Geld kurzfristig braucht und beispielsweise in einen Aktienfonds investiert hat, könnte also gerade zum gewünschten Zeitpunkt einen Verlust beim Verkauf erleiden. Hier lohnt es sich langfristig (am besten bis zu 20 oder mehr Jahre) zu sparen und abzuwarten, bis die Kurse wieder steigen. Obwohl Offene Immobilienfonds eine schwankungsarme Geldanlage sind, braucht die Wertsteigerung der Immobilien ihre Zeit. Offene Immobilienfonds eignen sich daher ebenfalls eher für die langfristige Geldanlage.

Diese Zielkonflikte zwischen den Eckpunkten des Magischen Dreiecks können die Schülerinnen und Schüler mithilfe des Untereinstiegs diskutieren und ihre Erkenntnisse nutzen, um das Chance-Risiko-Profil von ausgewählten Fondsarten zu bestimmen und zu vergleichen.


Methodisch-didaktische Hinweise

Das Arbeitsmaterial kann auf Folie gezogen werden, dabei sollte die Tabelle zunächst mit einem Papier abgedeckt werden. Sicherheit oder Rendite? Was ist mir wichtig, wenn ich Geld spare? Wenn die Schülerinnen und Schüler die erste Frage beantworten, werden sie vermutlich von selbst als erstes den Zielkonflikt zwischen Rentabilität und Sicherheit thematisieren.

Im Unterrichtsgespräch können die Schülerinnen und Schüler Fondsarten und andere Geldanlagen nennen, die sie selbst kennen. Die Tabelle wird aufgedeckt; sie kann durch andere Geldanlageformen ergänzt werden. Mithilfe der zweiten Aufgabe bewerten die Schülerinnen und Schüler nach ihrem bisherigen Vorwissen die verschiedenen Fondsarten nach den Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit. Die Ankreuzkästchen dienen einer ersten vereinfachten Beurteilung der jeweiligen Geldanlage. Sie machen auch visuell deutlich, dass je höher ein Kriterium eingeschätzt wird, desto eher Abstriche bei den anderen Kriterien gemacht werden müssen.

Die Schülerinnen und Schüler können ihre Einschätzungen mit denen ihrer Nachbarn austauschen und mithilfe des Themas „Fondsarten“ und der Übersicht „Geldanlagen im Vergleich“ bei Hoch im Kurs selbstständig prüfen und zu einem differenzierteren Urteil kommen.


Weiterführende Informationen
  • Hoch-im Kurs-Arbeitsblätter : Investmentfonds: Schwerpunkt Aktienfonds, Fonds ist nicht gleich Fonds, Investmentfonds: Schwerpunkt Mischfonds, Mit Brief und Siegel: Geldanlagen


  • Hoch-im-Kurs-Thema: Vermögensaufbau I: Welche Anlageform ist die Richtige? Wie gehe ich mit Risiken um? Welcher Anlagetyp bin ich?