Geldmanagement
Alles im Griff
Wer mehr ausgibt, als er einnimmt, macht Schulden und belastet damit seine Zukunft. Wer dagegen regelmäßig mehr einnimmt, als er ausgibt, kann sich Extras leisten oder Vermögen aufbauen. Ein guter Grund, seine Finanzen im Blick zu behalten und den einen oder anderen Euro zu sparen. Alles im Blick - Der Einnahmen-und-Ausgaben-Check
Das "Lebenszyklus-Modell"
Kleine Tricks - große Wirkung
Konsumieren oder lieber sparen?
Unterschiedliche Sparmotive
Anregungen zum Thema
Alles im Blick
Leider ist Geld nicht unbegrenzt verfügbar. Es lässt sich auch nicht nach Belieben vermehren. Also muss man sich immer wieder entscheiden, ob und wofür man es ausgeben möchte. CDs, Disco, Handy, Computerspiele, Mode – die Versuchungen sind vielfältig. Manchen fällt es dabei leichter, ihr Geld einzuteilen, anderen schwerer. Wer am Monatsende kein Geld mehr übrig hat, um mit seinen Freunden feiern zu gehen, sollte sich Gedanken über sein Ausgabeverhalten machen.
Der Einnahmen-und-Ausgaben-Check
Der Einnahmen-und-Ausgaben-Check ist ein gutes Mittel, um zu erkennen, wie viel man wann bekommt und für was man das Geld wieder ausgibt. Einige Einnahmen und Ausgaben kommen regelmäßig, zum Beispiel monatlich, wie das Taschengeld oder die Handyrechnung, manche kommen auch nur einmal pro Jahr, wie die Jahresgebühr des Sportclubs oder das Geburtstagsgeschenk.
Wieder andere Einnahmen oder Ausgaben fallen nur bei bestimmten Gelegenheiten oder Anlässen an. Ist man sich über seine Gesamtkosten im Klaren, fällt es leichter, sein Geld einzuteilen und alles im Griff zu behalten.
Wer seine Einnahmen und Ausgaben im Blick hat, kann besser planen, etwa so:
Taschengeld/Budgetplan

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Das „Lebenszyklus-Modell“
Im Laufe des Lebens verschieben sich die Einnahmen und Ausgaben, die Wünsche und Ansprüche. In der Regel kommt nach der Schule die Ausbildung oder ein Studium, dann die ersten Jobs. Mit zunehmendem Einkommen und Alter steigen die Konsumwünsche, der Traum vom eigenen Haus, einer Familie. In dieser Phase sind die ersten Ersparnisse meist aufgebraucht. Kredite, zum Beispiel für den Wohnungs- oder Hauskauf, werden benötigt. Je schneller sie zurückgezahlt werden, desto frühzeitiger können neue Reserven aufgebaut werden.
Mit Beginn des Ruhestands spielen Ersparnisse wieder eine wichtige Rolle: Die staatliche Rente ist geringer als das vorherige Einkommen. Es entsteht eine Versorgungslücke, die abgedeckt werden muss. Sparen ist daher über alle Lebensphasen nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig.
Kontinuierliches Sparen führt auf Dauer zur Bildung von Vermögen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, seine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen und für sich arbeiten zu lassen. Diese werden später noch genauer betrachtet. Die Geldanlage ist also der Ausgangspunkt zur Bildung von Vermögen, sichert zukünftiges Einkommen und ist unverzichtbar für die Altersvorsorge. Sie stellt ein „Sicherheitspolster“ dar.
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Kleine Tricks – große Wirkung
• Geld gut einteilen und Ausgaben im Blick behalten.
• Geld wochenweise portionieren.
• Erst noch einmal in Ruhe überlegen, ob die Ausgabe wirklich nötig ist.
• Kontoabbuchungen nicht vergessen – auch diese sind Ausgaben.
• Überschüsse am besten sparen.
• Nicht zu viel bares Geld einstecken und die EC-Karte zu Hause lassen.
Schon gewusst?
Die deutschen Haushalte hatten im Jahr 2008 zusammen über 4,5 Billionen Euro Geldvermögen auf der hohen Kante. Das Geld ist zum größten Teil auf Bankkonten, in Wertpapieren und Versicherungen angelegt.
Damit besitzen die Deutschen so viel Geld, dass sie jedem Menschen auf der Welt (die Weltbevölkerung liegt bei etwa 6,5 Milliarden Menschen) knapp 700 Euro geben könnten. Davon könnten drei Kinder in Afrika sechs Jahre lang zur Schule gehen.
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Konsumieren oder lieber sparen?
Diese Frage gilt es jeden Tag neu zu beantworten. Gleichzeitig müssen wir diese Entscheidung auch für zukünftige Lebensphasen treffen: Will man später besser leben als heute, gilt es, frühzeitig anzufangen mit Sparen. Es ist also wichtig, auch beim Geld vorausschauend zu handeln. Wer zum Beispiel nach der Ausbildung oder dem Studium eine Weltreise plant, sollte in den Jahren zuvor möglichst viel Geld dafür zur Seite legen.
Es gibt verschiedene Spargründe und Ziele:

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Unterschiedliche Sparmotive
Die deutschen Bürgerinnen und Bürger haben im Jahr 2008 einen Spar-Rekord aufgestellt: Insgesamt haben sie ca. 11,3 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante gelegt, das entspricht 177 Milliarden Euro.* Die Sparmotive sind unterschiedlich. Das meiste Geld wird mit dem Ziel gespart, sich Konsumwünsche zu erfüllen und für das Alter vorzusorgen. Aber auch für Wohneigentum, Kapitalanlagen, die eigene Familie (Kinder) und Notfälle wird Geld zurückgehalten (siehe Grafik).
*geschätzt, Statistisches Bundesamt 2008

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Anregungen zum Thema
• Machen Sie eine Liste mit Ihren Einnahmen und Ausgaben, und überlegen Sie Ihre Motive beim Geldausgeben. Was könnten Gründe für Schuldenprobleme von Jugendlichen sein?
• Fragen Sie in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis nach, wofür und mit welchem Zeithorizont gespart wird. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede können Sie feststellen? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Generationen?
• Erweitern und erproben Sie Ihr Wissen mit dem Arbeitsblatt „Geldmanagement“.
• „Rund ums Geld“, Bundesverband deutscher Banken (Hrsg.). Schul|Bank, 2007 (Euro 2,50)
• „Fit in Sachen Geld. Die Handyschulden spar ich mir“, G. Eissing und J. Rataj, Deutscher Sparkassenverlag, Stuttgart 2005 (kostenlos)
• Machen Sie im Bereich „Rechenhilfen“ den Einnahmen-und-Ausgaben-Check oder testen Sie Ihr Wissen rund ums Sparen und Anlagen im Bereich „Trainieren“.
• Auf der Jugendseite www.checked4you.de der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt es Tipps rund ums Geld, Geldausgeben und sparen.
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