Spartipps für das Studium

Wohnen - WG oder Appartment?

Die Miete in einem Studentenwohnheim oder einer WG kostet weniger als in einem Einzimmerappartement. Wohnen im Studentenwohnheim ist sehr preiswert und wegen der oft günstigen Lage meistens sehr begehrt. Deshalb: sich möglichst lange vor Semesterbeginn auf die Warteliste setzen zu lassen. Bei den Wohnkosten spielt die Wahl des Studienorts eine Rolle. Einem Ranking des Deutschen Studentenwerks zufolge zahlen die Studenten in westdeutschen Großstädten die höchste Miete (München ist am teuersten: durchschnittlich 348 Euro pro Monat, es folgen Hamburg, Köln, Düsseldorf und Frankfurt am Main mit 345 bis 328 Euro im Schnitt). Deutlich günstiger lebt und lernt es sich in Ostdeutschland. In Chemnitz, Dresden, Jena, Magdeburg und Leipzig zahlen Studenten durchschnittlich nur 210 bis 236 Euro. Vorsicht beim Stromverbrauch. Allein der Stand-by-Betrieb von Fernseher, DVD-Player und Computer summiert sich im Jahr auf bis zu 100 Euro.

Telefon, Internet, Fernsehen

Je nach Vertrag schlagen die Kosten für Festnetz und Internet mit 10 bis 35 Euro zu Buche. Flatrates sind gerade bei WGs empfehlenswert, weil sich dann die Kosten durch die Mitbewohnerzahl teilen. Aber auch wer alleine wohnt und viel Zeit im Netz verbringt, fährt mit einer Flatrate bestens. Über das Internet lässt sich sogar kostenlos telefonieren, zum Beispiel via Skype. So kannst du den Festnetzanschluss sparen. Wer viel mobil telefoniert, sollte sich eine Handy-Flatrate zulegen; Wenigtelefonierer sei ein Prepaid-Handy empfohlen.

Essen und Trinken

Wer Lebensmittel vor allem beim Discounter kauft, kann mit rund 100 Euro auskommen (Durchschnittsverbauch pro Student für Lebensmittel: 160 Euro im Monat). Beim Einkaufen im Supermarkt empfiehlt sich auf Sonderangebote zu achten und vor allem: nicht hungrig in den Supermarkt gehen, sondern sich strikt an den Einkaufszettel halten. No-name-Produkte sind günstiger und findest du in den unteren Regalfächern. Auch Mensagänger leben sparsamer. Allerdings essen Studenten gerne etwas zwischendurch für den kleinen Hunger. Zwischenmahlzeiten machen nicht lange satt und kosten gleich drei, vier Euro. Deshalb besser: kleine Snacks von zu Hause mitnehmen.  Um die Kosten zu überblicken, solltest du eine Zeit lang Buch führen. Schon nach wenigen Monaten ergeben sich verlässliche Durchschnittswerte - und werden Sparmöglichkeiten sichtbar. Siehe auch den Budget-Rechner auf Hoch im Kurs.

Bücher und Schreibutensilien

Bücher, Kopien, Schreibblöcke, Ordner, Druckerpatronen und Ähnliches kosten Studenten im Schnitt 33 Euro im Monat. Eine Alternative sind gebrauchte Bücher, die man im Netz oder von Studenten höherer Semester kaufen kann. Manche Unis veranstalten dafür Bücherflohmärkte. Einige Verlage verkaufen Fachbücher preiswert kapitelweise als pdf-Dateien. Im sogenannten Semesterbeitrag summieren sich die Abgaben für Verwaltung, Studentenwerk und AStA. Der Beitrag variiert stark von Hochschule zu Hochschule. Beim Vergleich solltest du berücksichtigen, ob ein Semesterticket für öffentliche Verkehrsmittel darin enthalten ist.

Ausgehen, Fitness und Sport

Bei den Ausgaben für Freizeit, Kultur und Sport gibt es das größte Einsparpotenzial. Gerade bei Hobbies etc. gilt: Wer mehr Geld hat, gibt auch mehr aus. Studentenpartys sind in jeder Hinsicht deutlich billiger als die normalen Clubs. Bei der Fitness kannst du gut sparen: per Uni-Sport. Hier kosten Kurse oft gar nichts oder nur wenig. Und man kann man auch mal in etwas andere oder teurere Sportarten reinschnuppern. Manche Unis bieten nämlich neben Klassikern wie Volley- oder Basketball auch Reit-, Segel-, Surf- oder gar Golfkurse. Oft werden auch komplette Sportreisen von Unis organisiert, man geht Skifahren oder, wie an der Uni Münster, zum Tauchen nach Spanien. Mehr Informationen dazu finden sich auf den Seiten des Hochschulsports der jeweiligen Universität. Es lohnt sich, einen finanziellen Puffer einzuplanen, um bei unvorhergesehenen Ausgaben keine bösen Überraschungen zu erleben. Wer jeden Monat ein wenig Geld auf die Seite legt, kann etwas für später zurücklegen und braucht nicht die Eltern anzupumpen.

Wirtschaft aktuell

Themen, die unter den Nägeln brennen (z.B. zur Finanzkrise, Staatenpleiten und Staatsverschuldung) in aktuellen Handelsblatt-Artikeln für Schüler - didaktisch aufbereitet. Nutzen Sie das kostenlose Angebot für Ihren Unterricht in der Sek ll.

alle Artikel