Geldanlagen: Investieren statt sparen

Warum gibt es aktuell so niedrige Zinsen für Sparer?
Sparer bekommen aktuell wenig Zinsen. Das liegt mit daran, dass die europäische Zentralbank ihr Geld im Moment den Banken zu sehr niedrigen Zinsen anbietet. Dies hilft auch den Staaten in der Euro-Krise, um die Wirtschaft anzukurbeln. Diese niedrigen Zinsen führen aber auch dazu, dass Sparer zum Beispiel auf dem Tagesgeldkonto im Schnitt weniger als ein Prozent Zinsen bekommen. Da die Inflationsrate derzeit mehr als ein Prozent beträgt, verliert das Geld in Wirklichkeit an Wert.
Wo soll man investieren?
Wer in Sachwerte wie Aktien oder Immobilien investiert, profitiert von diesen realen Geldanlagen, wenn sie – gerade auf lange Sicht gesehen - an Wert gewinnen. Mit dem Kauf einer Aktie zum Beispiel beteiligen sich Anleger an einem Unternehmen, hinter dem reale Werte – etwa Maschinen oder Werkshallen – stehen. Wer mit Investmentfonds spart, verringert zusätzlich sein Risiko. Denn Fonds verteilen das Geld der Sparer auf viele unterschiedliche Wertpapiere oder Immobilien. Das gleicht mögliche Verluste durch Gewinne an anderer Stelle wieder aus.
Warum ist auf lange Sicht ein Prozentpunkt mehr so wichtig?
Auf lange Sicht gesehen macht ein Prozentpunkt viel aus. Wer zum Beispiel 20 Jahre lang Monat für Monat 100 Euro in eine Geldanlage mit 1,5 Prozent Rendite pro Jahr einzahlt, erhält am Ende 28.000 Euro, bei einer Rendite von 5 Prozent freut sich der Anleger nach 20 Jahren über rund 41.000 Euro. Das liegt an dem so genannten Zinseszinseffekt, der eine Turbowirkung („Zinsen auf Zinsen“) auf deine Geldanlage hat. Durch die Wiederanlage der erwirtschafteten Erträge entsteht eine zusätzliche Wertsteigerung einer Anlage.

Wirtschaft aktuell

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