Professionell vortragen – in Schule, Studium und Job
Den Inhalt checken
Checke den Inhalt zunächst, ob du einen roten Faden in deinem Vortrag erkennen kannst. Weißt du, wie du einsteigst und wohin die Reise bei dem Vortrag gehen soll? Am besten einem guten Freund ein paar Wochen vorher das Thema präsentieren und gezielt nach Feedback fragen, ob alles verständlich ist und ggfs. noch nacharbeiten, wo "Lücken" oder unklare Passagen sind.
Die Struktur hinterfragen
Ein Vortrag hat drei Teile: Einstieg mit Zielsetzung, Hauptteil, zusammenfassender Schluss. Achte darauf, ob deine Argumente logisch aufgebaut und nachvollziehbar sind. Als Referent muss man sich klarmachen, dass das Publikum meist weniger als man selbst an Wissen mitbringt. Besonders wichtig ist ein knackiger Einstieg, bei dem das Publikum abgeholt wird: Das kann eine Frage/Umfrage, ein konkretes Beispiel, ein Cartoon oder eine provozierende These sein. Und es hilft, den ersten Satz auswendig zu können.
Wenig Material verwenden
Welche Materialien geben dir Sicherheit, welche behindern eine flüssige Vortragsweise? Je weniger Material du beim Vortrag dabei hast, desto weniger ist die Gefahr, dass du dich verzettelst. Hilfreich ist ein kleines Pult zur Ablage der Präsentation. Ein Headset oder Ansteckmikro gibt mehr Freiheit, auch mal das Rednerpult zu verlassen. Moderationskarten mit Stichworten helfen, flüssig vorzutragen und nicht unnötig vom Thema abzuschweifen.
Die Medien ausprobieren
Wer Powerpoint oder den klassischen Flipchart nutzt, sollte vor dem Beginn des Vortrags einen Mediencheck durchführen. Prüfen: Funktioniert der Beamer? Liegen ausreichend Flipchart-Stifte bereit? Wie dunkelt man den Raum ab? Wenn diese technischen Fragen geklärt sind, sind die Voraussetzungen gut, die Ruhe bei dem Vortrag zu bewahren.
Folien nicht überfrachten
Deine Folien sollten dem Publikum nur Stichworte liefern. Schließlich willst du ZuHÖRER, nicht Mitleser für deinen Vortrag. Faustregel: Maximal (!) drei Punkte pro Folie.
Entspannungsübungen machen
Es ist hilfreich, wenn du vor dem Vortrag bewusst tief durchatmest oder dir kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lässt. So werden Verkrampfungen gelöst, und man kann sich besser auf den Beginn des Vortrags konzentrieren. Übrigens: ein bisschen Aufregung ist nicht nur normal, sondern auch gut, um die innere Spannung zu erhalten.
Einen Powersatz sagen
Finde einen Powersatz ähnlich wie eine Sportmannschaft vor einem wichtigen Spiel. Ein kurzes, kräftiges "Ich schaff das!" oder ein "Ich bin gut!" können ungeahnte Kräfte freisetzen und eine positive Einstellung schaffen.
Positive Bezugspunkte suchen
Bei einem Vortrag ist es wichtig, nicht in eine anonyme Masse zu schauen, sondern das sympathische Gesicht in der ersten oder letzten Reihe anzuschauen. Diese Punkte lösen ein vertrautes Gefühl aus und sorgen beim Vortrag für Sicherheit.

