Was bringt die Riester-Rente

Wer wird gefördert?

Nur wer arbeitet (und damit in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt), wird gefördert und investiert damit in die Zukunft. Auch Minijobber können eine Riester-Rente abschließen. Eltern mit Kindererziehungszeiten, Beamte oder versicherungspflichtige Selbstständige können ebenso gefördert werden. Bei Ehepaaren reicht es aus, wenn ein Partner die Anforderung erfüllt. Dann können beide einen Riester-Vertrag abschließen.

Was gibt der Staat dazu?

Der Staat gibt Geld für eine bessere Rente und damit eine bessere Zukunft dazu: Wer vier Prozent seines Bruttoeinkommens pro Jahr anspart, bekommt die höchste Förderung. Bereits weit über 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben einen Riester-Vertrag.

Grundzulage (im Jahr) Kinder-Zulage (im Jahr) Förderhöchstbetrag (im Jahr)
154 Euro 185 Euro 300 Euro* 2100 Euro
* für Kinder, die nach dem 1.1.2008 geboren werden

Startbonus beim Riestern für junge Leute:
Wer unter 25 Jahre ist, erhält einen einmaligen Startbonus von 200 Euro. Die jährliche Grundzulage, die es ohnehin immer gibt, beträgt 154 Euro. Ein Vorteil von Riester: Die Einzahlungen sind sicher - die Anbieter sind vom Gesetzgeber verpflichtet, mindestens das eingezahlte Geld und die staatlichen Zulagen im Alter auszuzahlen.

Wie viel muss man einzahlen?
Wer wenig verdient, kann auch bereits mit 60 Euro im Jahr riestern, also mit 5 Euro im Monat ist man dabei.

Welche Anlageformen werden gefördert?
Der Staat fördert nicht alle Anlageformen. So gehören zu den staatlich zertifizierten Riester-Produkten ausgewählte Fondssparpläne, Banksparpläne und Rentenversicherungen. Ihre wichtigsten Voraussetzungen: Im Alter wird eine lebenslange Rente garantiert. Und mit Beginn der Auszahlung (frühestens ab 60 Jahre) müssen mindestens die Eigenbeiträge und staatlichen Zulagen zur Verfügung stehen (Kapitalerhalt). Es ist also sicher, dass der Sparer kein Geld verliert, auch in Zukunft. Die tatsächliche Rentenhöhe hängt aber vom Wertzuwachs der Anlageform ab.

Staatlich geförderte Anlageform Wertzuwachs (Rendite) Geeignet für:
Riester- Rentenversicherung:
Der Versicherte zahlt durchgängig Beiträge von der Ansparphase bis zur Auszahlung der Rente. Die Versicherung garantiert eine Rente in vereinbarter Höhe. Garantierte Mindestrendite von 2,25 Prozent pro Jahr auf den Sparanteil. Zusätzlich kann der Sparer von Überschussbeteiligungen profitieren. Sehr sicherheitsbewusste Anleger.
Riester-Banksparplan:
Der Anleger zahlt monatliche Raten in einen verzinsten Sparvertrag bei einer Bank ein. Die Renditen liegen zwischen 3 und 6 Prozent pro Jahr. Anleger, die stärker auf Sicherheit als auf Ertrag setzen.
Riester-Fondssparplan:
Der Anleger spart feste monatliche Beträge in Investmentfonds (Aktien- und Rentenfonds) an. Anleger profitieren von Zinsen und/oder Dividenden. Kursgewinne, aber auch Kursverluste, beeinflussen die Rendite. Je nach Fonds bis zu 8 Prozent Rendite pro Jahr. Je länger der Vertrag läuft, desto eher können hohe Renditen erzielt und Kursschwankungen ausgeglichen werden. Anleger, die auf eine langfristig überdurchschnittliche Wertentwicklung setzen.

Wirtschaft aktuell

Themen, die unter den Nägeln brennen (z.B. zur Finanzkrise, Staatenpleiten und Staatsverschuldung) in aktuellen Handelsblatt-Artikeln für Schüler - didaktisch aufbereitet. Nutzen Sie das kostenlose Angebot für Ihren Unterricht in der Sek ll.

alle Artikel